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Mannheim entdecken: Barockschloss, Wasserturm, Astro...

Teil-Bericht zur Hauptversammlung 2003 des Landesring Süd-West e. V. (Jugendverband) in Mannheim



Ein Höhepunkt der Stadtführung: Romantische Stimmung am Barockschloss Mannheim.

Einen großartigen Bus-Ausflug durch die BASF in Ludwigshafen hatten die Briefmarkensammler vom Landesring Süd-West e. V. (Jugendverband) hinter sich gebracht. Anschließend führte uns ein echter "Mannemer" zu dem Mannheimer Wahrzeichen, dem Wasserturm (Foto 2). Nicht weit entfernt war in voller Breitseite das Mega-Kulturzentrum 'Rosengarten' in seinem sehr ansehnlichen Baustil zu sehen (Foto 3). Durch die Quadrate Mannheims ging es weiter und der Führer erklärte uns dabei ungezwungen und humorvoll Mannheims Geschichte. Da war zum Beispiel der Herr Carl Friedrich Benz, der hier 1884-1886 das Auto erfand. Der schickte dann seine Frau im ersten 'Benz' mit zu wenig Benzin auf die Jungfernfahrt. (Es gibt auch die erzählung von der Berta, die sich heimlich ohne Wissen des Carl auf das Vehicel schwang und mutig ins Ungewisse fuhr, weil sich der Carl einfach nicht entschließen konnte, die erste Jungfernfahrt zu starten. Die findige Mannemerin Berta Benz jedenfalls kaufte sich dann irgendwann notgedrungen neues Benz-in in einer ....na? in einer...? Tankstelle? Weit gefehlt! Es gab doch bis dato noch gar keine Benzinschleudern (=Autos) bis zu dem Zeitpunkt. Richtig ist: Sie ging in eine Wieslocher Apotheke, die gewohnter Weise für Reinigungs- und medizinische Zwecke Benzin auf Lager hatte.
Fotos 2+3: Spannende Geschichten über historische Prominente Mannheimer erzählte der "Mannemer" am Wasserturm und am Rosengarten

Auch Karl Friedrich von Drais Freiherr von Sauerbronn wirkte in Mannheim. Er war eigentlich Forstmeister. Er erfand dennoch mit der Draisine 1817 das erste zweirädrige Fahrrad. Das ist auch als Laufrad bekannt. Vieles, vieles mehr faszinierende erfuhren wir über die Metropolitäre Nordspitze Badens, die 1606 als Stadt gegründet wurde und mit seinem Stadtteil Neckarau noch viel älter ist. 1776 wurden hier Schillers 'Räuber' uraufgeführt. Welch Ehre sollte es für Mannheim sein, dieses Theaterstück des damals noch völlig verkannten Friedrich Schiller zu erst gezeigt zu haben. Den meisten Mannheimern dürfte dieser Sachverhalt allerdings nicht bewusst sein.


Wenngleich die Fakten mit den 'Räubern' wenig bekannt sind - umsomehr lieben die Mannheimer ihren ganz großen Marktplatz, der auf dem Foto oben gerade nicht mit unzähligen Verkaufsständen vollkommen ausgebucht und für alle Endverbraucher hoch-attraktiv ist. Die Jesuitenkirche am Westrand der Quadratestadt eröffnete sich als Augenweide. Die wohl erfolgreichste Barock-Baumeister- und Künstlerfamilie Asam (Bund Marke Nummer 1420) hatte hier für die Gestaltung der riesigen Kirche gesorgt. Eine imposante Barockkirche ist daher hier zu bewundern, erstaunte Gesichter gab es. .....(Foto unten links, mitte und rechts)



Den Abschluss der weiten aber hinreißenden Stadtführung bildete der Gang vorbei an einem künstlerisch ins Haus geprägten Welt-Baum (Foto unten links) und zum nächtlich romantisch beleuchteten kurfürstlichen Mannheimer Schloss (Fotos unten und ganz oben) Dann war es auch schon dunkel und alles freute sich auf eine gute Stärkung. Die Fütterung fand mehr oder weniger in einem italienishen Speiselokal statt, das vermutlich alle Rekorde in Lieferungszeiten, Falschlieferungen, Doppellieferungen, und Falsch- oder gar nicht Abrechnungen hält. auch das war für viele ein großes Abenteuer, dass sie nie verg(essen) werden.