Filmkritik und Kurzbeschreibung - Kino, DVDs
Impressum f. diese Seite: Kritiken © 1996-2010 Thomas Hartmann. Basisinformation © 1996-2003 Thomas Karten. Aufbau und Betreiber der Seite: Redaktion Phinuminal Zeitschrift der
Jungen Briefmarkenfreunde Sandhausen im Landesring Süd-West e. V. (Jugendverband) in der Deutschen Philatelisten-Jugend.
Bewertung
******* = Glanzlicht der Kinowelt
****** = ein schöner Film
***** = gut
**** = durchaus unterhaltsam
*** = fragwürdig
** = Autsch! - Lieber 'n leckeres Eis essen gehen
* = Regisseur und Produzent sitzen vermutlich bereits in Untersuchungshaft
Männer wie wir
**** (warm halten!)
Homo-Filme wie diese sind ziemlich Geschmackssache:
Manchen wird schlecht, wenn sie Männer unter sich beim Knutschen sehen; anderen ist es egal, wiederum anderen ist dies eine vorteilhaft empfunden spannen-de Angelegenheit.
Dramaturgie, Aktion und schauspielerische Leistung (Newcomer in den Hauptrollen) geben hier eine etwa mitelmäßig früöhliche Kommödie ab.
Bibi Blocksberg 2
**** (Kinder sagen sogar: ******)
Ein ganz netter Film um die legendäre Hexe Bibi, die in den vergangenen Jahrzehneten Millionen Kinderzimmer als Hörspiel- und Buchheld beherrscht hat.
Hex-hex!! Und hoppla schon sitzt sie auf der Leinwand. Vielleicht ist sie vielen verwöhnten Harry-Potter Fans ein Greuel. Aber man kann der verflixten Suche nach dem hochbegehrten Zauberpulver schöne amüsante und TNT- und Blutlachenfreie aber dennoch recht spannende Kinostunden abgewinnen.
Collateral
******
Tom Cruise, elegant und ungewöhnlich in der Bösewichtrolle.
Ein Taxifahrer macht Bekanntschaft mit einer Staatsanwältin. Sympathie zwischen beiden wird für die Staatsanwältin zum Schicksal. Wie, wird hier nicht verraten. Aber Achtung - Klischees sind rar gehalten in diesem Thriller. Lasst Euch überraschen. Es kommt immer wieder doch anders als man denkt. Ein gutes Drehbuch, kluge Schauspieler unter einem guten Regisseur lassen den Film sehenwert machen. Der Film hätte daher auch ohne Blutspritzer ein klasse Kinotipp werden können. Na ja, wenn's den Amis damit besser geht ?!!
Terminal
******
Tom Hanks gibt sich wieder die Ehre und zeigt in einer von Steven Spielberg komplett nachgebauten Flughafenhalle, was noch alles in ihm steckt. Um keine ungewöhnliche Rolle verlegen zeigt er in diesem Kinostreifen als Osteuropäischer "Zwangsgast" Viktor Navorski auf einem Flughafen, wie gut es sich mit allem wirklich lebenswichtigen Zeugs in dieser Zone aushalten lässt. Nichts neues vom Thema her: in Frankfurt hatte vor ein paar Jahren tatsächlich ein "staatenlos" deklarierter Mann bewiesen, dass es sich doch ganz angenehm und gut bedient über Monate in diesem Niemandsland leben lässt. Der Iraner Karim Nasser Miran tut dies schon seit 16 Jahren (Stand 2004) auf dem Pariser Charles-De-Gaulle-Flughafen - inzwischen freiwillig. Vorbild für das Drehbuch (orlage hierfür von Andrew Niccol) ist Miran allerdings dennoch nicht.
Unser Film-Talent wird jedenfalls emotional gestützt durch eine nette Liebschaft (Catherine Zeta-Jones). Das macht es eben auch leichter auf dem New Yorker Flughafen.
Ankucken!
"DAS WUNDER VON BERN"
FSK: 6, 117 Minuten
TRICKS
Bewertung steht noch aus
Herr der Ringe
Gesamtbewertung aller Teile
Bewertung: ******* (6,5 von 7 möglichen Punkten) für die beiden ersten Teile (siehe auch
unten)
FINDET NEMO
Bewertung: 0 (in Worten Null Punkte)
FSK: o.A. / 100 Minuten
Das ist wohl eine Edelschnulze auf alle Zeiten. Aber nur rein Finanziell für die Macher der -Pixar Animation Studios- ist er der -erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten-
Die rührenden Abenteuer der Clownfisch-Eltern Marlin und Dorie auf der Suche nach ihrem Sohn Nemo. Der Film hat viele Nationen auf der Welt überzeugt. Aber eben soweit überzeugt, dass unglaublich viele (und das ist leider kein Witz!!!)... ja unglaublich viele Film-Nachahmer ihren Aquarium-Liebling über ihre Toilette die Freiheit schenken wollten. Schade - das bisher ohnehin schon sehr zweifelhaft artfremde Aquariumleben dieser Kreaturen endete mit Speiseresten, Verhüterlis, Zellstoff und Unmengen Urin und Scheiße in der tödlichen Kanalisation. Liebe pädagogisch völlig inkompetenten Filmemacher: Denkt beim nächsten Filmemachen bitte an die vielen dummen kleinen Kinderlein!
MATRIX REVOLUTIONS
Bewertung steht noch aus
FERKELS GROSSES ABENTEUER (KinderKultKino)
FSK: o.A., 78 Minuten
"WILBUR WANTS TO KILL HIMSELF"
Inhalt: Wilbur (Jamie Sives) ist hochgradig depressiv und schlägt sich an der
Seite seines fröhlichen Bruders Harbour (Adrian Rawlins) mit
frustrierend erfolglosen Selbstmordversuchen und der gemeinsam geerbten
Second-Hand-Buchhandlung durchs Leben. Als Harbour beschließt, zur
Aufheiterung eine Freundin für Wilbur zu finden, verliebt er sich selbst
in die schüchterne allein stehende Mutter Alice (Shirley Henderson).
Irgendwie wendet sich das Dasein für alle mit einem Mal zum Guten - gäbe
es da nicht ein alles veränderndes, todtrauriges Geheimnis ausgerechnet
in Harbours Leben.
Einschätzung: Nach dem weltweit erfolgreichen Dänen-Hit "Italienisch für Anfänger"
schafft Regisseurin und Autorin Lone Scherfig nun erneut das kleine
Wunder, die Themen Tod und Liebe in eine hinreißende Balance zu bringen
und selbst tieftraurigen Momenten im Leben ihrer vom Schicksal
gebeutelten Charaktere auf manchmal absurde Weise eine verblüffende
Leichtigkeit zu schenken.
Inhaltsangabe zu "MATRIX REVOLUTIONS"
Der Auserwählte Neo (Keanu Reeves), sein Mentor und Rebellionsführer
Morpheus (Laurence Fishburne) und ihre Verbündeten kämpfen die letzte
Schlacht gegen die Maschinen - ein Krieg, der in den Ruinen der realen
Welt geführt wird, der das Schicksal der Menschheit besiegeln wird und
dessen Sieg einzig und allein in den Händen von Neo liegt, der
seinerseits eine Reihe von Überraschungen zu erwarten hat.
Überwältigende Effekte, minutenlange Kampfszenen und Verfolgungsjagden,
die tonnenweise Schrott produzieren - schon Teil 2 der "Matrix"-Trilogie
war mehr Materialschlacht als intelligente Science Fiction. Jetzt laden
die Wachowski-Brüder im Finale noch einmal nach, z.B. mit der
aufwändigsten und schwierigsten Szene, die je auf Film gebannt wurde:
einer Kampfsequenz mit einem Helikopter im Tiefflug, die allein 40
Millionen Dollar gekostet haben soll.
"DIE LIGA DER AUSSERGEWÖHNLICHEN GENTLEMEN"
Bewertung ***** (genauer: 4,5 von 7 Punkten)
Als ein Superbösewicht namens "The Fantom" Ende des 19. Jahrhunderts die
Sicherheit des englischen Königinnenreiches bedroht, sammelt der
englische Roman-Abenteurer Allan Quatermain (Sean Connery) ausgewählte
Freunde des Vaterlands aus der Literatur zur trickreichen
Abwehrschlacht. Unter anderem eilen Captain Nemo (Naseeruddin Shah),
Dracula-Braut Mina Harker (Peta Wilson), der immergrüne Dorian Grey
(Stuart Townsend) und Geheimagent Tom Sawyer (Shane West) zu den Waffen.
Die Comicwelle rollt. Stephen Norrington ließ bereits in "Blade" die
Vampire tanzen und erfreut sich bei der Adaption der Bildergeschichten
von Alan Moore einer fantastischen Besetzungsliste.
Kritik: Einfallsreicher Film, teuere Besetzung, fantasievolle und großzügige
Requisite. Das
Machwerk wirkt hin und wieder aufgeblasen. Den Schauspielern geht eine gewisse
"Naturlichkeit" ab, sie
scheinen nicht unbedingt so ganz verwachsen mit ihren Rollen. Aber: Wer will soll in den Film
gehen -
Amüsantes, vielleicht mal eine Gänsehaut und dies und das machen das ganze zu einem alles
in allem doch
recht netten Film.
KILL BILL
FSK: 18, 102 Minuten
Inhalt: Ausgerechnet am Tag der Hochzeit will Supergangster Bill (David
Carradine) seine Ex-Angestellte (Uma Thurman) ermorden. Doch die beste
Auftragskillerin des Hauses überlebt mit einer Kugel im Kopf, liegt fünf
Jahre im Koma und schwört nach ihrer Erweckung blutige Vergeltung. Ihr
Rachefeldzug quer durch die ehemalige Firma führt sie um die halbe Welt,
nur den lieben Bill hebt sie sich für den Schluss auf.
"NICHT AUFLEGEN"
******
Bizzeln, Spannung, Mitverdächtigen. Das große Ungewisse bis zum Schluss. Als Thriller
voll auf
gelungen. Wenig Filmaufwand mit ganz großem Knalltüteneffekt am Ende. Der Streifen hat
seine 6 Punkte
(von maximal 7 möglichen) wohlverdient. (Ende Oktober als Originalversion zu sehen!)
Als er gerade mal wieder von der Telefonzelle aus bei seiner Geliebten
anruft, damit seine Ehefrau die Nummer nachher nicht auf der Rechnung
entdeckt, nimmt ein unbekannter Gewehrschütze den für seine unlauteren
Praktiken wohlbekannten Geschäftsmann Stu Shepard (Colin Farrell) ins
Visier, hindert ihn mit einigem Nachdruck am Verlassen der Kabine und
fordert eine Stunde der Wahrheit ein. Als dabei unversehens die Polizei
auf der Bildfläche erscheint, verkompliziert sich die Situation.
Katie Holmes, Forest Whitaker und Kiefer Sutherland sind mit von der
Partie, wenn Joel Schumacher ("Falling Down", "8mm") in bester
Hitchcock-Manier mit einfachsten Mitteln ein Höchstmaß an Spannung
erzielt.
"BAD BOYS 2"
Inhalt: Die befreundeten Miami-Cops Marcus Burnett (Martin Lawrence) und Mike
Lowry (Will Smith) haben sich gerade wegen Mikes Affäre mit Marcus'
Schwester Sydney (Gabrielle Union) mächtig in der Wolle. Da versucht der
aus Cuba herbei gereiste Drogenbaron Tapia (Jordi Molla) den kompletten
Extasymarkt Floridas unter seine Kontrolle zu bringen - das bringt
natürlich sofort alle auf andere Gedanken. Als Tapia dann noch den
Fehler begeht, Sydney zu entführen, nehmen die bösen Buben vom
Spezialkommando ihren Job höchst persönlich.
Violent Fun ist die Message und Kopfschuss die Antwort auf alle Fragen
in diesem ultrazynischen, perfekt geölten Hochoktan-Actionthriller aus
dem für derartige Knallbonbons zuständigen Hause Jerry Bruckheimer ("The
Rock", "Pearl Harbor").
SWIMMING POOL
FSK: 12, ca. 103 Minuten
Um eine kreative Schaffenskrise zu bewältigen bzw. zurück
zu altem Lebensmut zu finden, entsendet ihr britischer Verleger
Bosload (Charles Dance) die alternde Literaturdiva Sarah Morton
(Charlotte Rampling) zur Erholung auf sein Landgut in
Südfrankreich.
Dort macht die alte Dame die Bekanntschaft von Bosloads sinnen-
froher Tochter Julie (Ludivine Sagnier), einer von keinerlei
Moralempfinden getrübten Lolita-Schlampe par excellence. Zwischen
den so unterschiedlichen Frauen entwickelt sich eine brisante
Beziehung.
Frankreichs stilvoller Regie-Shooting-Star FranÇois Ozon ("Acht
Frauen") versucht sich in seiner ersten englischsprachigen Arbeit
an einem Suspense-Thriller a la Hitchcock / Highsmith.
WRONG TURN
FSK: 16, ca. 82 Minuten
Auf seiner Fahrt durch den romantischen Bergwald von West Virginia
stößt Chris (Desmond Harrington) auf einer wenig benutzten
Umgehungsstraße geradewegs mit dem Minibus von fünf
fröhlichen Campern zusammen. Gemeinsam sucht man in der Einöde nach Hilfe
und stößt stattdessen auf ein Rudel genmutierter Rednecks, die
ihre ehemalige Profession als Bergarbeiter an den Nagel gehängt
haben, um sich fortan als triebgesteuerte Killerkannibalen um
zufällig Durchreisende zu kümmern.
"Buffy"-Co-Star Eliza Dushku und Jeremy Sisto aus "Six Feet Under"
kämpfen sich durch bewährte Horrorklischees in einer soliden
Inszenierung von Rob Schmidt ("Crime + Punishment in Suburbia").
"Ein ungleiches Paar"
Dr. Jerry Peyser (Albert Brooks), wertkonservativer New Yorker
Stadtneurotiker mit dem Herz am rechten Fleck, staunt nicht schlecht,
als sich wenige Tage vor der Hochzeit seiner Tochter deren zukünftiger
Schwiegervater (Michael Douglas) als aktiver CIA-Agent entpuppt. Prompt
verwickelt der Vater des Bräutigams den Vater der Braut in einen
abenteuerlichen Einsatz gegen europäische Militärwaffenschmuggler. Den
Hochzeitsvorbereitungen bekommt diese Aktion gar nicht, doch immerhin
kommen sich die Daddys einander gezwungenermaßen näher.
Ganz im Stile von "Reine Nervensache" stürzt Regisseur Andrew Fleming
("Einsam, Zweisam, Dreisam") zwei grundverschiedene Charaktere von einer
haarsträubenden Situation in die nächste.
"SEABISCUIT" (Mit dem Willen zum Erfolg)
Die Inhaltsangabe: Der Mustang "Seabiscuit" neigt zum Müßiggang und hält lieber ein
Schläfchen zwischen den Mahlzeiten, statt ein Rennpferd zu werden, wie
sich das sein Besitzer, der Geschäftsmann Charles Howard (Jeff Bridges),
erträumt hatte. Howard glaubt dennoch an Seabiscuits Talent und weil er
in der großen Depression ein paar Dollar gut gebrauchen könnte,
engagiert er einen halbblinden Preisboxer (Tobey Maguire) als Jockey und
einen mit allen Wassern gewaschenen Rodeoreiter (Chris Cooper) als
Trainer. Das Resultat kann sich sehen lassen.
Basierend auf einer wahren Geschichte aus den 30ern, die die US-Nation
bewegte, erzählt Regisseur Gary Ross ("Pleasantville") hiermit eine
faszinierende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und Willensstärke.
SWIMMING POOL
FSK: 12, ca. 103 Minuten
Um eine kreative Schaffenskrise zu bewältigen bzw. zurück
zu altem Lebensmut zu finden, entsendet ihr britischer Verleger
Bosload (Charles Dance) die alternde Literaturdiva Sarah Morton
(Charlotte Rampling) zur Erholung auf sein Landgut in
Südfrankreich.
Dort macht die alte Dame die Bekanntschaft von Bosloads sinnen-
froher Tochter Julie (Ludivine Sagnier), einer von keinerlei
Moralempfinden getrübten Lolita-Schlampe par excellence. Zwischen
den so unterschiedlichen Frauen entwickelt sich eine brisante
Beziehung.
Frankreichs stilvoller Regie-Shooting-Star FranÇois Ozon ("Acht
Frauen") versucht sich in seiner ersten englischsprachigen Arbeit
an einem Suspense-Thriller a la Hitchcock / Highsmith.
WRONG TURN
FSK: 16, ca. 82 Minuten
Auf seiner Fahrt durch den romantischen Bergwald von West Virginia
stößt Chris (Desmond Harrington) auf einer wenig benutzten
Umgehungsstraße geradewegs mit dem Minibus von fünf
fröhlichen Campern zusammen. Gemeinsam sucht man in der Einöde nach Hilfe
und stößt stattdessen auf ein Rudel genmutierter Rednecks, die
ihre ehemalige Profession als Bergarbeiter an den Nagel gehängt
haben, um sich fortan als triebgesteuerte Killerkannibalen um
zufällig Durchreisende zu kümmern.
"TRäNEN DER SONNE"
Lieutenant A.K. Waters (Bruce Willis), Offizier der Navy Seals, wird ins
von Bürgerkriegswirren gezeichnete Nigeria entsandt. Er soll aus einer
Missionsstation im Hinterland die humanitäre Helferin Dr. Lena Kendricks
(Monica Bellucci) bergen. Dabei gerät der sonst so loyale Elitekrieger
in einen Gewissenskonflikt: Kendricks will die siebzig Flüchtlinge aus
ihrer Obhut nicht zurücklassen - unter ihnen ist auch ein steckbrieflich
von Regierungstruppen gesuchter Oppositioneller.
Bruce Willis und Mediterras Traumfrau Numero Uno spielen unter der Regie
des Action-ästheten Antoine Fuqua ("Training Day").
"FLUCH DER KARIBIK"
Bewertung: *****
Gänsehaut gibts hier für Schnatterseelchen, Filmideen für Neugierige. Die Schauspieler
finden sich
teils ziemlih gut wieder in ihren Rollen. Mancher Gag ist gut abgekupfet von den vielen guten
alten
Piratenfilmen
der 50er, 60er und 70er Jahre. Aber wer erinnert sich noch an die gutren alten Zeiten?! Mal eine
schöne
Abwechslung inmitten der Reihe explosionsbetonter Neuzeit-Filme mit brennenden Autos und
abgedroschen inszenierten Kampfszenen mit Pistolen und Gewehren. Lass uns säbeln und
entern - Ahoi!
Die Geschichte: Das britische Empire im 17. Jahrhundert. Jungschmied Will Turner
(Orlando Bloom) gedenkt Elizabeth (Keira Knightley), die Tochter des
Gouverneurs zu freien. Doch einstweilen steht diesem Vorhaben neben dem
Klassenunterschied vor allem der Umstand im Wege, dass Elizabeth soeben
von den untoten Piraten des seit einem Fluch zombifizierten Captain
Barbossa (Geoffrey Rush) entführt wurde. Gemeinsam mit dem nicht immer
gänzlich vertrauenerweckenden Seeräuber Sparrow (Johnny Depp) eilt
Turner den Bösewichten ins Abenteuer hinterher.
"Ring"-Master Gore Verbinski wagt sich mit Unterstützung namhafter
Darstellung an die Wiederbelebung eines Genres, das seinen Machern
zuletzt wenig kommerzielles Glück bescherte: das parodistische
Piratenspektakel.
"BLUE CRUSH"
Gemeinsam mit ihren Freundinnen Eden (Michelle Rodriguez) und Lena
(Sanoe Lake) wohnt Anne Marie (Kate Bosworth) in einer Strandhütte auf
Hawaii und investiert das Geld, dass sie sich als Zimmermädchen im Hotel
verdient, komplett in ihre einzige große Leidenschaft: das Surfen. Als
der charmante Profi-Footballspieler Matt (Matthew Davis) auf der
Bildfläche erscheint, kommt eine weitere hinzu: die Liebe. Anne Maries
Freundinnen sind nicht begeistert, steht doch ein alle Konzentration
erforderndes Turnier vor der Tür.
"(HE IS) IN THE ARMY NOW"
Türkei im Jahr 2000: Um Erdbebenopfern zu helfen, wird
Wehrdienstverweigerern die Möglichkeit gegeben, bei Zahlung von
umgerechnet 15.000 DM einen auf 28 Tage verkürzten Aufenthalt in der
Kaserne abzuleisten. Eine Reihe skurriler Kurzzeitsoldaten vom
Fabrikbesitzer über den Alkoholiker bis zum Rockstar findet sich bei der
Brigade in Canakkale ein, um dort dem Stigma der Illegalität zu
entgehen. Der unschöne Hang einiger Ausbilder zur Disziplin erweist sich
jedoch als hinderlich für die erhoffte 28-Tage-Party...
"28 TAGE SPäTER" (28 DAYS LATER)
Bewertung: *****
Wohlmeinende Tierschützer statten dem Schimpansengehege im Militärlabor
einen Besuch ab und erleben dabei eine unschöne Überraschung. 28 Tage
später erwacht in einem Londoner Krankenhaus der Fahrradkurier Jim
(Cillian Murphy) aus dem Koma und steht als einer der letzten
Überlebenden einer rasenden Zombie-Invasion gegenüber. Ein gesicherter
Militärkomplex, in den sich Jim mit den letzten beiden Frauen Englands
flüchtet, ist keine wesentliche Verbesserung.
"VOLL FRONTAL"
Filmjournalist Carl (David Hyde Pierce) hat ein Drehbuch geschrieben,
das vom Spannungsverhältnis zwischen Schauspieler und Reporter handelt.
Diva Francesca (Julia Roberts) und Nachwuchsstar Calvin (Blair
Underwood) sollen die Hauptrollen spielen, doch es kommt zu Spannungen
zwischen den Stars. Auch in Carls Privatleben läuft manches nicht nach
Plan: Seine Frau Lee (Catherine Keener) will die Scheidung, während
Schwägerin Linda (Mary McCormack) ein etwas seltsames Verhältnis mit
einem Produzenten (David Duchovny) eingeht.
KINDERGARTEN DADDY
Als die Marketingstrategen Charlie (Eddie Murphy) und Phil (Jeff Garlin)
eine Kampagne für Frühstücksflocken auf Gemüsebasis in den Sand setzen,
verlieren beide ihren Job und müssen ihre kleinen Söhne aus dem
sündteuren Privatkindergarten namens Chapman Academy nehmen, um fortan
selbst als Vollzeitväter zu wirken. Davon frustriert, beschließen die
Kollegen kurzerhand ihren eigenen Kindergarten zu gründen. Das wiederum
ist Miss Harrington, ihres Zeichens Leiterin der Chapman Academy, ein
echter Dorn im Auge...
AMERICAN PIE 3
Bewertung: *
Ein Film auch für freizeitverplämpernde Teene-Boppers, für Leinwand-Spanner und sonstige zurückgebliebene Sex-Psychoten. Fühl Dich wie daheim (bzw. daheim vorm Spiegel!)
Jims (Jason Biggs) Großmutter liegt (angeblich) im Sterben und sähe auf
ihre alten Tage nichts lieber als den Sohn vor dem Traualtar. Der, ganz
lieber Enkel, tut Omi den Gefallen und bittet kurz entschlossen zu
Hochzeit mit Michelle (Alyson Hannigan). Das ruft natürlich alle alten
Freunde auf den Plan. Stifler (Seann William Scott) hat sich besonders
viel vorgenommen, gilt es doch, dem Kumpel sowohl eine unvergessliche
Junggesellenparty zu organisieren als auch Michelles schier unfassbar
attraktive Schwester zu erobern...
Na hoffentlich wissen die Zuschauer noch, dass es die Liebe gibt, die echte bedingungslose Liebe, die sich über beherzte Zuneigung, Ehrlichkeit und Vertrauen zeigt.
"Sindbad"
FSK: 6, 85 Minuten
"Natürlich Blond 2" (Originaltitel: Legally Blonde 2: "Red, White & Blonde""
FSK: 6, 94 Minuten
Die Welt der Mode ist nicht genug für Elle Woods (Reese Witherspoon),
ihres Zeichens semmelblonde Absolventin der Rechtswissenschaften zu
Harvard und in dieser Funktion von etwaigen Gegnern gern mal
unterschätzt. Als Elle herausfindet, dass man zur Herstellung von
Kosmetika auf Tierversuche mit süßen, kleinen Hunden (wie dem ihren)
zurückgreift, ist Schluss mit lustig. Ohne zu zögern stürzt sie sich auf
das politische Parkett Washingtons und macht auch als Politikerin von
eigenen Gnaden alles andere als eine schlechte Figur.
Die clevere Blondine mit dem Herz am rechten Fleck erhält im Sequel zum
Teenagerhit der Vorsaison Gesellschaft von Bob Newhart, Sally Field und
Luke Wilson.
"Adam und Eva"
Inhaltsangabe:
Einst rettete Adam (Simon Schwarz) seiner Eva (Marie Bäumer aus der "Der
Schuh des Manitu") als Feuerwehrmann so richtig romantisch das Leben.
Vier Jahre später aber ist die Beziehung in Routine erstarrt und heißes
Begehren hat längst grauer Alltagswirklichkeit Platz gemacht. Bewegung
kommt in die Geschichte, als beide eine neue Liebschaft finden und die
einvernehmliche Trennung einleiten. An der Seite neuer Partner - Evas
Sandkastenfreund Olli (Pierre Besson) und Adams ewige platonische
Freundin Charly (Theresa Berlage) - können sie nun endlich wieder eine
leidenschaftliche Affäre miteinander beginnen...
TOMB RAIDER (Teil 1)
*****
Ungewollt gerät die Tochter des verschollenen Archäologen Lord Croft ins
Fadenkreuz des berüchtigten Geheimbundes der Erleuchteten. Dieser ist
auf der Suche nach den zwei Hälften des sogenannten allsehenden Auges -
ein mysteriöses Kleinod, das seinem Besitzer bei absoluter
Sonnenfinsternis ungeahnte Macht verleiht. Ein Ereignis, das nur alle
5000 Jahre vorkommt und gerade kurz bevorsteht. Da entdeckt Lara eine
Geheimbotschaft ihres Vaters, die ihr den Weg zum Versteck der beiden
Teile des heiligen Objekts weist...
RAIDER (Teil 2)
Die Geschichte: Ein sagenumwobener Schatz in einem Unterwassertempel verspricht
seinem
Besitzer nicht nur materiellen Reichtum, sondern auch Macht über das
Schicksal des Planeten. Um die Menschheit vor dem Verderben zu retten,
liefert sich die sportliche Diplomarchäologin Lara Croft (Angelina
Jolie) einen hindernisreichen Wettlauf mit einem diabolischen
Superschurken und seinen Freunden von der chinesischen Mafia.
Die Kritik: Das ist der 2. Teil der Aktionreihe Deutlich schlechter bzw. abgedroschener als
der erste
Teil. Haben die Macher noch nicht gemerkt, dass Krokodile Dundee schon gedreht und zum
Kult wurde?
Arg viel mehr ist aus dem Thema Anfang dieses Jahrhunderts wohl nicht mehr heraus zu holen.
Chance
verpasst!
"WERNER"
*****(man muss diese Art Humor mögen, sonst hats keinen Zweck d. h. *)
... zeigt in seinem neusten (durchweg unanständig umgangssprachlichen) Abenteuer, was
er alles kann (und nicht kann - und wie er es trotz dem schafft).
Inhaltsangabe:
Da geht noch einiges: Der ewige Klempnerlehrling Werner aus Kiel sattelt
vom kesselnden Motorrad auf vier Räder um und macht nun als "King of the
Road" im Ami-Straßenkreuzer norddeutsche Autobahnen und Landstraßen
unsicher. Mit Bölkstoff und Kumpels auf dem Rücksitz rödelt Werner durch
Schleswig-Holstein und raubt dabei mit unnachahmlicher Lässigkeit seinem
Ausbilder und anderen Mitmenschen den letzten Nerv.
"DER STILLE AMERIKANER" (The Quiet American).
FSK: 12, 104 Minuten
Eine knisternde Dreiecksgeschichte voller Romantik, Intrigen und
aktueller politischer Brisanz serviert Phillip Noyce in diesem
exotischen Spionagethriller nach dem gleichnamigen Roman von Graham
Greene. Saigon in den frühen fünfziger Jahren. Während die Unter-
grundkämpfer der Vietminh die französische Kolonialmacht bekämpfen,
ziehen hinter den Kulissen bereits erste CIA-Agenten ihre Fäden.
Noch hat der alternde britische Korrespondent Fowler (Michael Caine)
- der soeben seinen dritten Frühling an der Seite der schönen
Einheimischen Phuong (Do Hai Yen) erlebt - keine Ahnung, dass sein
neuer Freund, der angebliche Entwicklungshelfer Alden (Brendan
Fraser), auch so einer ist...
"Terminator 3"
**** und einen * speziell nur für Arni dazu
FSK: 16, 109 Minuten
"Arno" ist Kult, jedoch derb und macht viel stupides "Bumm-Bumm". Ein Arno=100
Demolierte Autos.
Na ja, "Arnold kehrt zurück" ist die Devise. Im dritten Teil von "TERMINATOR" geht es
halt wieder einmal so richtig ami-mäßig zu Sache. Will heißen: Willkommen zur ultimativen
Schlacht ums armselige Schicksal der unwerten Menschheit!
Inhalt:
Im dritten Teil der "Terminator"-Saga muss der geneigte SF-Gourmet auf Linda Hamilton
und Regisseur James Cameron verzichten, doch zumindest famous Big Arnie kommt wie
angekündigt von den Toten ("verschrotteten") zurück. Zehn Jahre nachdem John Connor (Nick
Stahl) den Nachstellungen der Maschinenarmee entkam, lebt der kommende Rebellenleader
ohne offizielle Adresse, Telefon, Kreditkarten und Auto am Rande der Gesellschaft in der
sicheren Erwartung eines weiteren Mordanschlags aus der Zukunft. Der naht prompt auf langen
Model-Beinen in der schönen Gestalt des hocheffektiven Killercyborgs
T-X (Kristanna Loken). Zum Glück ist auch ein neuer T-101 (Arnold Schwarzenegger) zur
Stelle, um der Jägerin die Tour zu vermasseln.
... und just als sich der Kinobesucher mitten im Film wähnt, ist die Spielzeit auch schon
vorbei. Handfeste Kurzweil annähernd durch den ganzen Film. Sozusagen mitten drin kommt
plötzlich der Abspann. die Handlung hatte erst begonnen, und schon ist Kino aus. Klar es war
eben Terminator, ein Mehrteiler, ein vierter Teil ist zwingend, um noch einmal die Kinosääle
zu
füllen. Das klappt, den wie gesagt, "Arno ist Kult".
5 von 7 Punkten, weil keine Langeweile aufkommt (die mitgebrachte Chipstüte wurde nicht
geleert, weil man fast komplett an die Leinwand gefesselt war) die Schauspieler gut sind, neue
Ideen dabei sind. Jedoch für einen Spitzenfilm, hat es zu lange Sequenzen, bei denen lediglich
duzentfach Autos verschrottet werden - da fehlt Idee, mehr Witz mehr Spritzigkeit. Das Ende
ist
nicht so ganz gelungen, lässt einen etwas im Regen stehen, das mögen viele nicht.
3 Engel für Charlie - Volle Power - (Originaltitel: Charlie's Angels - Full Throttle)
FSK: 12, 106 Minuten Spieldauer
***
Warum ****? Weil: Wahnwitziger Versuch besser als das Original zu sein! Charme fehlt,
Rafinesse
fehlt weitgehend - da hilft auch das digitale zappelige "Matrix"-Gehabe nichts. Die
Schauspieler sind zwar
alle schon vor dem Film Stars gewesen, aber die Neuzeitversion beweist, das 1+1+1 nicht
immer 3 gibt.
Der gewisse Pepp fehlt . Da kuckt man doch lieber "DAS ORIGINAL " im Kabelkanal ab
Oktober
2003, Sonntag 17.00 Uhr. Dannach weiß man sicher, was bestechender Charme und
ironie-behafteter
bester Mutterwitz ist.
Nun gut, die attraktiven Gestalten Alex (Cameron
Diaz), Dylan (Drew Barrymore) und Natalie (Lucy Liu) vereiteln Bößewichten die Pläne und
verdehen manchem Kinobesucher den Kopf. Schneller, lauter, effektreicher, und "schärfer" als
je zuvor
machen sich die Undercover-Agentinnen mit ihrer zweiten Leinwandmission auf die Suche
nach zwei
Ringen (schon wieder Ringe? - Fällt den Kinodrehbuchautoren plötzlich nichts neues mehr
ein?). Diese
enthalten codierte Informationen über die Identitäten sämtlicher Personen des
Zeugenschutzprogramms
der US-Regierung. Als die ersten Zeugen unfreiwillig dahinscheiden, sind die
außergewöhnlichen
Fähigkeiten der drei Engel gefragt.
"GRABGEFLÜSTER" ("Plots with a View")
Bewertung nach deutschem Durchschnitts-Geschmack *****
Liebhaber des teils sehr trockenen britischen (walisischem?) Humors geben ohne mit der
wimper zu
zucken: *******
Der tragisch-schüchterne Bestattungsunternehmer Boris Plotz (Alfred Molina) leidet noch
immer unter dem verhängnisvollen Fehler, im Sommer 64 nicht offensiv genug mit dem
gebührendem Engagement um die Zuneigung seines Herzblattes Betty (Brenda Blethyn) gebuhlt
zu haben. Die hatte daraufhin den heute amtierenden, charakterlich zweifefelhaften
Bürgermeister geheiratet. Nun, 30 Jahre später, bietet sich ausgerechnet anlässlich einer
Beerdigung die unerwartete Gelegenheit, das Unglück von damals auszubügeln - wenn auch auf
alles andere als gutbürgerliche Weise... Aber was will da schon gutbürgerlich heißen, wenn die
Konkurrenz aus den Reihen der Bestattungsunternehmer vor Ort mit kreativen und innovativen
Ideen ihr Unwesen treibt. Auf dem Weg zum Grabe begleitet Spok aus den unendlichen Weiten
des Film-Genres die Toten auf ihrem letzten Weg. Die Friedhofskapelle wird zur Galabühne...
Erst ganz zaghaft bricht der Britenhumor durch. Gegen Ende bleibt keine fünf Minuten
mehr ein Auge trocken für die, die sich den Film zu sehr zu Herzen nehmen.
State-of-the-art Britenhumor in Nick Hurrans ("Girls' Night - Jetzt oder
nie") schwarzer Komödie über Liebe, Tod und alternative Bestattungsideen.
CITY OF GOD (im Original: "Cidade de Deus")
In den Favelas von Rio de Janiero bestimmen seit etwa drei
Jahrzehnten gut organisierte Straßenbanden, wo es lang geht.
Aus bescheidenen Raufbold-Anfängen in den 60ern erwuchs eine
kriminelle Hydra, die neben dem Drogenhandel und dem Glücks-
spiel längst auch die Lokalpolitik im Slum organisiert. Drei
junge Leute stehen im Mittelpunkt der Handlung: Gangleader
Benny (Phelipe Haagensen), allseits geachtet, weil er
Konflikte auch schon mal ohne Waffen löst, dazu Bennys
Juniorpartner Lil' Dice, ein Psychopath reinsten Wassers,
und schließlich Rocket, der die Knarre gegen die Kamera
getauscht hat.
"GANZ UND GAR"
Teenager Torge (David Rott) hat Erfolg bei Frauen, und auch
sonst fällt dem Draufgänger im Leben vieles in den Schoß -
bis sich eines Tages das Schicksal grausam wendet und Torge
bei einem Arbeitsunfall ein Bein verliert. Um die Verzweiflung
über den Schicksalsschlag zu überspielen und weiterhin cool
auszusehen, legt sich Torge einen Panzer aus Zynismus zu. Das
wiederum droht nach und nach auch seine treuesten Freunde zu
verprellen...
"ABOUT SCHMIDT" (Orig.:About Schmidt)
Frisch aufs berufliche Abstellgleis geschoben, blickt der leicht
misanthropisch veranlagte Ex-Versicherungsvertreter Warren Schmidt
(Jack Nicholson) einer ungewissen Zukunft entgegen. Als bald darauf
auch noch seine Frau verstirbt und Warren in ihrer Hinterlassen-
schaft Hinweise darauf findet, dass sie ihn seit Jahren mit seinem
besten Freund betrogen hat, hält ihn nichts mehr an seinem Heimatort.
Kurzerhand schwingt er sich in sein Wohnmobil und braust Richtung
Denver, wo es die Heirat der Tochter mit einem Wasserbettvertreter
zu torpedieren gilt.
BRUCE ALLMäCHTIG
*****
FSK: 6, 102 Minuten
Wer eine absolut aussagekräftige Kinokritik über Bruce allmächtig will, der...
... bekommt sie hier komplett: Hauptdarsteller: Jim Carrey in Bestform
Das war die vollständige Kinokritik, die alles zu diesem Film erklärt, was man wissen
muss.
Wer Carrey nicht kennt, nun gut der lese noch das:
Wie würden Sie reagieren, wenn Ihnen plötzlich Gott höchst-
persönlich gegenübersteht und Ihnen anbietet, für eine Woche
seinen Job zu übernehmen? Bruce Nolan ist Fernsehreporter und
mit seinem Leben ständig unzufrieden - und das obwohl er nicht
nur große Popularität genießt, sondern mit Grace auch noch
eine wunderschöne Freundin hat, die ihn über alles liebt. Am
Ende eines völlig verkorksten Tages lässt Bruce seiner Wut so
richtig freien Lauf und gibt Gott in einer Schimpfkanonade die
Schuld an allem. Gott hört zu. Und antwortet: Wenn Bruce meint,
er könne den Job besser machen, dann soll er es ruhig mal
probieren. Und so wird Bruce allmächtig. Für eine Woche ...
Und es ist hier der "Bruce in uns allen" - der denkt eben auch Freches, Unverschämtes,
Witziges, Unglaubliches, Schlimmstes und die subjektiv schönsten Dinge der Welt und daraus
wird was...
Bewertung:
Manchmal wirken die komischen Szenen stark überzogen, holen den Zuschauer aus der
eigentlichen Handlung heraus. Aber es sind wenige dieser Szenen, die sich Carrey mit seinem
Regisseur hoffentlich noch abgewöhnen wird, dann gibt es statt einer 2,4 (für diesen Film) auf
der deutschen Notenskala an dieser Stelle auch mal eine Note mit einer "1" vorne dran. Von der
Filmidee her ist der Streifen auf jeden Fall sehenswert (Note 1,4), die Schauspieler sind
überzeugend Für die wirklich läbbischen Kindereien drücken wir Bruce ein Auge zu!
"IGBY"
FSK: 12, 98 Minuten
Jason "Igby" Slocumb, stinksauer auf die Welt, sarkastisch,
siebzehn Jahre alt und steinreich. Igby befindet sich im
Krieg mit dem ebenso schrägen wie wohlhabenden Clan, in den
er hineingeboren wurde und hinter dessen glänzender Fassade
der Mörtel kräftig bröckelt. Igbys Vater Jason "erholt sich"
für immer in einer Anstalt vom Leben im Allgemeinen und im
Besonderen von seiner Schizophrenie; Mama Mimi, ebenso
unnahbar wie selbstverliebt, hangelt sich seit Jahren mit
Hilfe von Tabletten durch den Tag. Und Igbys älterer Bruder
Oliver ist ein Republikaner auf der Überholspur zur Super-
karriere an der Columbia University. Alles in allem kann
jenseits dieses wahnwitzigen Mikrokosmos' nur ein besseres
Leben auf ihn warten – und Igby ist fest entschlossen, es zu
entdecken. Nachdem er von einer weiteren Schule geflogen ist,
macht sich Igby mit der "ausgeliehenen" Kreditkarte seiner
Mutter auf den Weg. Sein surrealer Trip führt ihn schließlich
nach New York, in das heimliche Liebesnest seines Patenonkels
D.H.
"VOLL VERHEIRATET" (Just Married)
FSK: 6, 95 Minuten
Die Flitterwochen sind die schönsten Tage im Leben eines Ehepaars -
denkt man. Doch die verwöhnte Kunsthistorikerin Sarah McNerney und
der Radiomoderator Tom Leezak erleben während ihres Honeymoons einen
Trip in die Hölle. Es fängt ganz harmlos an, als Tom den Kopf seiner
frisch vermählten beim Tragen über die Schwelle versehentlich gegen
den Türrahmen donnert, steigert sich, als Sarah in der Hochzeits-
nacht plötzlich von einer Sex-Blockade übermannt wird, und erreicht
seinen vorläufigen Höhepunkt, als eine resolute Rentnerin mit ihrem
Wagen das Auto des jungen Ehepaares in den Abgrund rammt. Dass die
Harmonie zwischen den beiden durch das Auftauchen von Sarahs Ex
nicht gerade verbessert wird, versteht sich von selbst. Und so
ziehen Sarah und Tom eine Schneise der Verwüstung durch romantische
europäische Landschaften. Wo sie waren, bleibt verbrannte Erde zurück.
"DIE JOURNALISTIN"
Veronica Guerin (Cate Blanchett), Journalistin des Dublin Sunday
Independent, ist scheinbar die einzige, die im Irland der Mitt-90er ihre
Stimme gegen die omnipräsenten Umtriebe der lokalen Drogenbosse erhebt.
Selbstloses Eintreten für die Wahrheit und ihre sprichwörtliche
Unerschrockenheit machen sie bald zur Heldin des einfachen Volkes. Doch
das organisierte Verbrechen sieht ihrem Treiben nicht lange tatenlos zu.
Action-Gigantomane Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbor") und Regisseur Joel
Schumacher ("8MM") schneidern aus der wahren Geschichte eine
sentimentale Hollywood-Ballade, und Cate Blanchett leiht der Märtyrerin
für die Wahrheit ihr schönes Gesicht.
WIE WERDE ICH IHN LOS - IN 10 TAGEN
FSK: o.A., ca 116 Minuten
***** (Genauer gesagt 5,5 Sternchen)
Ein wahrlich sehenswert schöner Film. Gutes Drehbuch mit
schön neu-verpackten alten Klischees und auch neuen gtu in szene gesetzten Ideen.
Die möchtegerne-Politik-Journalistin Andie Anderson (Kate Hudson) recherchiert
zunächst
wider Willen für einen Artikel zum Thema "Wie werde ich meinen Freund wieder
los?". Als geeigneter Testkandidat für einen Selbstversuch
erscheint ihr der Werbefachmann Ben Berry (Matthew McConaughey).
Dabei ahnt sie nicht, dass auch dieser unlautere Absichten hegt:
der sehr von sich überzeugte Berry hat mit seinem Chef gewettet, dass er jede Frau rumkriegen
kann. Für ihn gilt es, Andie auf dem in zehn Tagen stattfindenden
Betriebsfest als Trophäe zu präsentieren. Andie dagegen möchte
dann schon längst wieder solo sein und zieht sämtliche Zicken-
register.
Es menschelt überaus in diesem ach so ehrlichen Drehbuch. Mit Geschick an der
Geschichte gefeilt, gehen bei diesem Drehbuch glücklich Männlein und Weiblein als Sieger
hervor. Die Liebe an sich wischt allen Ansätzen anfliegender Emanzipation, die dem Film
angedichtet werden könnten kräftig eins aus. Bei im Schnitt eher mittelmäßigen Schauspielern
eine dennoch recht amüsante Parade auf die wahre Liebe ohne schnulzig zu werden. Sehr
positiv arm an Klischees. Kucken lohnt sich!
THE HOURS
FSK: 12, ca 120 Minuten
1941 in Sussex, England. Die Schriftstellerin Virginia Woolf
(Nicole Kidman), Autorin des Romans "Mrs. Dalloway", packt sich
nach einem guten Frühstück Steine in die Kleidertaschen und geht
zum Fluss, um sich zu ertränken. Zehn Jahre später zieht Laura
Brown (Julianne Moore), Leserin von "Mrs. Dalloway", in ein Hotel,
um dort mit Tabletten aus dem Leben zu scheiden. 2001 in New York
droht Clarissas (Meryl Streep) schwerkranker Ex-Ehemann (Ed Harris)
mit einem Todessprung.
Drei Frauen, drei Epochen, drei Selbstmordversuche, lose verknüpft
durch Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway" in einem meisterhaften Drama
von Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot"). Wer große Schau-
spielerinnen in großen Rollen sehen will, sitzt hier in der aller-
ersten Reihe.
FRIDA
FSK: 12, ca. 123 Minuten
Im Jahr 1922 erleidet die junge Studentin Frida Kahlo (Salma Hayek)
aus Mexiko bei einem Busunfall lebensgefährliche Verletzungen, die
sie für die kommenden Jahre ans Bett fesseln. Ein guter Freund
bringt ihr Pinsel und Leinwand, und aus der Bettlägrigen, die
fürchtete, nie mehr laufen zu können, entwickelt sich eine lebens-
hungrige Malerin voller Kreativität und Tatendrang. Das Auge des
respektierten Malers Diego Rivera (Alfred Molina) fällt auf ihr
Werk, er protegiert und heiratet sie. In den folgenden Jahren sorgt
das exzentrische, aber auch politisch engagierte Künstlerpaar für
jede Menge Wirbel inner- wie außerhalb der Kunstszene.
CHICAGO
****** (genauer gesagt 5,6 Sternchen)
FSK: 12, ca. 113 Minuten
Chicago in den wilden 20ern. Roxie Hart (Renée Zellweger) ist gekommen,
um Showkarriere zu machen, und der freundliche Fred (Dominic West)
behauptet, die richtigen Leute zu kennen. Leider kennt Fred bloß sein
Bettvergnügen, weshalb ihm Roxie die Kugel gibt. Im Untersuchungs-
gefängnis macht sie die Bekanntschaft ihres Idols, der Sängerin Velma
Kelly (Catherine Zeta-Jones), einsitzend wg. Doppelmord. Trotzdem ist
Velma guter Dinge, denn der beste Anwalt der Stadt kümmert sich um sie.
Zumindest bis Bill Flynn (Richard Gere) Roxie kennenlernt...
"2 FAST 2 FURIOUS"
Dem Cop Brian O'Conner (Paul Walker) werden nach einem Einsatz in der
illegalen Rennszene wegen nicht ganz legaler Ermittlungsmethoden
Führerschein und Dienstmarke entzogen. Nun erhält der auf Eis gelegte
Gesetzeshüter eine Chance zur Bewährung: Gemeinsam mit der
Undercover-Agentin Monica (Eva Mendes) soll er Licht ins Dunkel diffuser
Transaktionen eines verdächtigen Geschäftsmannes in Miami bringen. Wie
es sich so fügt, ist jener auch ein begeisterter Anhänger destruktiver
Sportwagenevents.
PUNCH DRUNK LOVE
FSK: 12, ca. 94 Minuten
Verkäufer Barry Egan (Adam Sandler) ist ein unauffälliger, schüchterner
Bursche. Wenn da nicht diese gewalttätigen Aussetzer wären, mit denen
der Außenseiter das permanente Mobbing durch Vorgesetzte und besonders seine
sieben naseweisen Schwestern verarbeitet. Echter ärger ist im Verzug,
als Barry ob seines frustrierenden Liebeslebens das Heil im Telefonsex sucht und dabei an
Erpresser gerät.
DER SCHATZPLANET
Disneys Animations-version von Robert Louis
Stevensons Abenteuerroman "Die Schatzinsel" verlegt die Handlung in den
Weltraum. Er entwickelt durch zahlreiche Anachronismen einen besonderen
Reiz. Der ebenso klug wie liebevoll gestaltete Film fällt auf der
erzählerischen Ebene durch seine Anpassung an den Zeitgeschmack auf,
wobei der Ernst der Vorlage zugunsten kindgerecht-humorvoller
Unterhaltung abgewandelt wird.
HERR DER RINGE 2 ("Die zwei Türme")
Bewertung: ****** (genauer: 6,5 Sternchen)
Denn: Handlung sehr gut, Schauspieler gut
angepasst,
Choreographie und Drehorte einfach perfekt und ein Genuss,...
Jawoll, in jedem Sinne eine fantastische Erzählung!!! Die Kinostreifen sind alle eine auf
etwa ein Drittel gestraffte Form des gleichnamigen Buch-Bestsellers von J.R.R Tolkien. Dieser
Bestseller (eine Trilogie in vier Bänden) hat drei ganze Generationen in seinen Bann gezogen
hat. Der wohl beste Kunst-Mythos seit es auf der Erde Menschen und Elben zu retten gibt. Aber
hier liegt die Würze in der dreistündigen Kürze. Denn, wer möchte schon 10 Stunden oder mehr
am Stück vor der Leinwand bis zur Ohnmacht cinemasieren? Großartige Landschaften
(Neuseeland), tolle Schauspieler, die selbst Tolkien-Fans sind und ein mutiger Produzent (Peter
Jackson) sorgten für einen klasse Erfolg.
Dieser zweite Teil schließt an den ersten an. Einige noch aufregender umgesetzte Szenen
als im ersten Teil. Wer auch diesen zweiten Teil der Trilogie im Kino verpasst, hat voll
verpennt. Die riesige imposante Landschaft von Mittelerde statt im Kino nur im TV erleben zu
wollen, kommt dem Versuch gleich, einen Elefanten in eine Schuhschachtel zu pressen.
"JAMES BOND"
**** bei reinen Aktionkino-Fans ****** etwa bei Freunden klassischer Bond-Filme. Ein
Film, der wie selten einer von vielen verschiedenen Kinogängern auch viele verschiedene
Bewertungen erhält. Denn hier wird besonders klar...
Geschmäcker sind verschieden: Für die einen ist dieser Agenten-Film der beste "Bond"
seit jeher, für andere teils sogar der schlechteste. Moore und Connery sind eben nicht mehr
dabei, "Mission impossible" ist nicht immer griffbereit. Gebt Euch zu Frieden und genießt die
Handlung, den Erfindungsreichtum und reizvolle Landschaftsbilder - auch wenn es wieder mal
unnötig viel bumm-bumm macht.
I SPY
Superbösewicht Gundars (Malcolm McDowell) hat der US-Regierung den "Switchblade"
gestohlen, einen hochmodernen, überaus revolutionären Tarnkappenbomber.
Es obliegt Superspion Alexander Scott (Owen Wilson bekannt aus "Shang-High Noon"), das gute
Stück zurück zu holen, bevor dadurch ein Schaden entsteht. Zu diesem Zwecke benötigt Scott
die Hilfe des Preisboxers Kelly Robinson (Eddie Murphy), welcher justament in Gundars' Heimatstadt
Budapest einem Titelkampf entgegensieht. Robinson ist von der Aussicht, als Kugelfang zu
dienen, zunächst eher wenig begeistert, doch schließlich rauft sich das ungleiche Duo zum
schlagkräftigen Pärchen zusammen. Pointierte Neuauflage des TV-Klassikers "Tennisschläger
und Kanonen" unter den Gefechts- und Effektbedingungen der 90ern.
"STARTREK NEMESIS"
Der Kinoraum - Wir schreiben das Jahr 2003 - Hier erlebt der Weltraum-Fan die neusten
Abenteuer rund um das modernisierte Raumschiff Enterprise.
Die Handlung: Vor den Erfolg der Friedensverhandlungen zwischen Menschen und Romulanern
setzt das Schicksal mancherlei ungewöhnliches Hindernis. So muss Captain Picard (Patrick
Stewart ) erkennen, dass sein Gegenpart auf
romulanischer Seite aus Picards eigenen Genen geklont wurde und nun seinen mental ganz
anders gearteten "Bruder" gern als lebenden Genpool an seiner Seite behalten würde.
Zwar können Captain und Crew entkommen, doch sehen sie sich nun einer neuartigen
Geheimwaffe ausgesetzt, deren Vernichtungskraft nicht nur die Enterprise, sondern
die
gesamte Menschheit bedroht.
Die "Nächste Generation" der Enterprise zum vierten Mal auf großer
Mission. Stuart Baird (s. a. Tomb Raider) inszenierte
den effektvollen Space Trip. Baird war selbst seit Kindheit ein großer Bewunderer dieser Saga,
und mit dem Auftrag diese Episode auf Zelluloid zu bannen erfüllte sich ihm unverhofft ein
Jugendtraum. Dennoch: bei manchen Fans gab es schon ein enttäuschtes Gesicht. Baird habe
einen Film ohne den ganz "typischen Enterprise-Flair" entstehen lassen. Mehr Requisite,
gigantische und dominant imposante Sets sind ungewohnt gegen die bisher auf ihre Art
überzeugend einfache Machart der Enterprise-Filme. Für Fans dieser doch "unendlichen
Raumfahrt-Saga" ist der Film dennoch ein Muss. Zumahl es die Abschiedsvorstellung der
zweiten Generation sein soll. Ein jedoch schwacher Trost für Fans, für die zählt, dass nur da
"Enterprise" darauf stehen sollte, wo auch in altbewährter Form Enterprise drinnen ist.
Die Homepage zum Film: http://nemesis.startrek.com/
HARRY POTTER 2
******
Der =blue>"Harry Potter II"=black> ist hiermit zum Horrorfilm des
Jahres 2002 gewählt. Die "Screem"-Macher können sich an diesem Film nicht nur Scheibchen,
sondern ganze Brocken abschneiden.
"(kein Titel)"
Lange Jahre wirkte Terry McCaleb (Clint Eastwood) als einer der
erfolgreichsten FBI-Profiler der Kriminalgeschichte, bis ihm
schließlich im fortgeschrittenen Alter ein Herzinfarkt mit nach-
folgender Herztransplantation das Karriereende bescherte. Nun
sitzt er in Pension und verspürt nicht die geringste Lust, wieder
auf die Jagd zu gehen, als ihn eines Tages eine junge Dame (Wanda
De Jesus) bittet, für sie den Mörder ihrer Schwester zu finden.
Dass McCaleb sich doch breitschlagen lässt, hat einen besonderen
Grund: Das Herz des jungen Opfers schlägt nun in seiner Brust.
Schon bald stellt er fest, dass der Killer ein Serientäter ist...
REINE NERVENSACHE 2
*****
"Ein mittellangatmiger deNiro-Film halt" - hat Witz und Idee und ist durchaus sehenswert.
Mafiaboss Paul Vitti (Robert De Niro) sitzt im Knast und wird
berechtigt nervös, als ihm zunehmend die Kontrolle über den
Zellenblock entgleitet. Jetzt wäre ein Psychiater recht, der
ihn für haftunfähig erklärt. Da erinnert sich Paul seines alten
Freundes Dr. Ben Sobel (Billy Crystal). Der kriegt Pauls früh-
zeitige Freilassung tatsächlich fertig, trägt fortan allerdings
höchstselbst die Verantwortung für den zivilen Werdegang des
Bewährungshäftlings. Wird Sobels Ehefrau (Lisa Kudrow) angesichts
des neuen Hausgastes ausrasten? Wird Vitti ein braver Kellner?
Und wer zum Teufel versucht dauernd, ihn umzubringen?
"CATCH ME IF YOU CAN"
*****
FSK 12 Jahre.
(Auch eine Empehlung für alle, die sich nicht entscheiden können, ob sie diesen Film
anschauen
möchten)
Nur wenige Schauspieler und Regisseure garantieren mehr oder weniger bei
jedem Film einen Erfolg. Dieser Film gehört sicherlich dazu,
"CATCH ME IF YOU CAN" ist etwas besser als nur gut - gutes Drehuch, gute Schauspieler,
gute Regie. Kein geringer als "Steven Spielberg" führte
Regie, niemand anderer als der in der Rollenverteilung universell einsetzbare "Tom Hanks" und
Mamas Liebling (so Caprio selbst in einem Interwiev) "Leonardo DiCaprio" spielen
die Hauptrollen in dieser frechen Krimikomödie. 141 Minuten Kinoerlebnis für die
ganze Familie sind angesagt, wenn die Holywood-Stars mit ihren tadellos fragend-entsetzten
wie auch vor Selbstherrlichkeit überschäumenden Blicken die Leinwand erfüllen.
. . . genauer gesagt: Frank Abagnale jr. (Leonardo DiCaprio) geht auf die High School.
Und er ist Arzt, Rechtsanwalt, Physiker oder Co-Pilot für staatliche Airlines,
je nachdem, was die Situation gerade erfordert. In einer Welt, in der Schein alles ist, hat der
tolldreiste Wunderknabe die Erkenntnis gewonnen, dass jeder alles sein kann, wenn er es nur
überzeugend genug vorträgt (und der Anzug zu den Schuhen passt). Agent Carl Hanratty (Tom
Hanks), im Angesicht von gefälschten Schecks in mehrfacher Millionenhöhe nicht gerade
amüsiert, trachtet den charmanten Hochstapler zu fassen.
"SWEET HOME ALABAMA"
Jungdesignerin Melanie Carmichael (Reese Witherspoon aus "Natürlich
blond!") genießt das New Yorker Dolce Vita in vollen Zügen, hier eine
Cocktailparty feiernd, dort den heißen Sohn der amtierenden
Bürgermeisterin beflirtend. Als sie jedoch mit letzterem in den heiligen
Stand der Ehe zu treten gedenkt, wird sie von ihrer Vergangenheit
eingeholt. Denn eigentlich ist Melanie ein Landei aus einem Kuhkaff in
Alabama und immer noch mit ihrem dortigen Schulfreund verheiratet. Und
der stellt sich in puncto Scheidung leider stur.
"ANATOMIE 2"
****
Wer es mit amerikanischer Action haben will, der sollte "ANATOMIE 2" nicht versäumen.
Inhalt:
Aus Heidelberger Studenten werden junge ärzte, und deren Alltag ist alles andere als
glamourös. Das muss insbesondere Jo erfahren, der mit hochfliegenden
Plänen in einem Berliner Großklinikum anheuert, nur um bald darauf vom
30-Stunden-Tag, hektischen, unpersönlichen Visiten und allgegenwärtiger
Bürokratie auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Abwechslung
verspricht ein ehrgeiziges Forschungsprojekt, hinter dessen
wohlklingender Fassade sich indes unlautere Charaktere aus der
Antihippokraten-Bewegung verbergen.
(Was dem informierten Kino- und Filmkritiker hier zuerst auffällt:
Der Filmtitel besteht zeichnender Weise nicht nur aus einer Zahl; Irgendwie ist er auch
zugänglicher als "23" und "1984" verfilmt, knüpft aber immer noch ganz cool an die gängigen
Verschwörungstheorien über und -praktiken unserer Hochlogen an" - DDR! "Freie Mauern"
machen Spaß, gell!
Die Idee, dem erfolgreichsten deutschen Horrorfilm seit Herzogs
"Nosferatu" eine Fortsetzung angedeihen zu lassen, lag mit Blick auf die
amerikanischen Vorbilder auf der Hand. Franka Potente genehmigt sich
einen Gastauftritt, ansonsten gehört die Szenerie Darstellern wie Heike
Makatsch, Herbert Knaup und Roman Knizka. Beachte: Anatomie I ist im Wesen ein deutscher
Film, der zweite Teil dagegen schon sehr stark amerikanisiert - das könnte für Liebhaber des
"typisch deutschen Films zu schlechtem Beigeschmack führen.
Klare Bewertung: 4 von 7 Punkten. Der Film punktet ab, denn er wurde zu amerikanisch
(kann ja jeder). Das hat Fans des echt deutschen Films verkrault. Der erste Teil war doch voll
in Ordnung, also was soll das jetzt ihr Filmfritzen?!
"8 MILE"
Der Begriff "8 Mile" bezeichnet jene Stadtgrenze in Detroit, an der sich
die Wohngebiete der Schwarzen und Weißen scheiden. White-Trash-Jüngling
Jimmy Smith (Eminem) wuchs auf der "falschen" Seite auf und lernte dabei
nicht nur zu kämpfen, sondern auch zu rappen. Nun ist der Zeitpunkt
gekommen, sich zu bewähren: Im Rahmen eines Wettbewerbs im angesagtesten
Underground-Club der Stadt fordert Smith die schwarzen Cracks der
Branche zum Duell. Seine zerrütteten Familienverhältnisse, Handicap im
Alltag, erweisen sich dabei als der richtige Aggressionsverstärker.
Hip-Hop-Megastar Eminem kam, sah und erzielte das zweitbeste
US-Startergebnis eines R-rated-movies in der Filmgeschichte. Curtis
Hanson ("L.A. Confidential") führte Regie beim Crossover-Ereignis des
Jahres.
DER PIANIST
Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für
den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman die Zeit
des Leids. Nachdem er der Todesfalle des Warschauer Ghettos nur mit viel
Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds entkommen konnte,
geistert er allein und voller Angst durch die entvölkerte Metropole.
Ein Offizier der deutschen Wehrmacht erwischt Szpilman und erschießt ihn
nicht. Im Gegenteil - er rettet ihm das Leben.
Darsteller:
Adrien Brody (Wladyslaw Szpilman),
Thomas Kretschmann (Der deutsche Offizier),
Frank Finlay (Der Vater),
Maureen Lipman (Die Mutter),
Ed Stoppard (Henryk),
Julia Rayner (Regina),
Jessica Kate Meyer (Halina),
Emilia Fox (Dorota),
Ruth Platt (Janina),
Regie: Roman Polanski
"EIN CHEF ZUM VERLIEBEN"
*****(ideenreich, romantisch, effektvoll, vom Leben geschrieben, sehr angepasste
schauspielerische Leistung - Film, um beherzt zu schmunzeln und lachen können!)
Ohne Lucy Kelson kann sich Millionär George Wade nicht einmal eine
Krawatte aussuchen: Als Chefanwältin der Wade Corporation ist die
hervorragende Juristin rund um die Uhr im Einsatz - Schlafmangel und
Magengeschwüre gehören zum Berufsbild. Aber nicht die Arbeit raubt Lucy
die Nachtruhe, sondern George. Denn der smarte, charmante und völlig
egozentrische Chef behandelt die Harvard-Absolventin wie eine
Hausangestellte. Monatelang hat Lucy ihm die Anzüge gekauft,
Tennisunterricht gegeben und seine Scheidungsverhandlungen geführt -
jetzt wirft sie das Handtuch. George ist über ihre Kündigung gar nicht
glücklich, lässt sie aber gehen - unter der Bedingung, dass sie selbst
für Ersatz sorgt. Lucy sucht und findet die ehrgeizige junge Anwältin
June Carter, die offensichtlich ein Auge auf ihren reichen neuen Boss
geworfen hat. Nach dem Dauerstress freut sich Lucy, endlich wieder
Aufgaben zu übernehmen, die ihrem sozialen Engagement entsprechen. Oder?
Und George? Als Lucy kündigt, muss er erstmals eine eigene Entscheidung
treffen. Ist es schon zu spät für ein "Ich liebe dich"?
Darsteller:
Sandra Bullock (Lucy Kelson),
Hugh Grant (George Wade),
Alicia Witt (June Carter),
Dana Ivey (Ruth Kelson),
Robert Klein (Larry Kelson),
Heather Burns (Meryl Brooks),
David Haig (Howard Wade),
Dorian Missick (Tony),
Joseph Badalucco (Construction Foreman),
Jonathan Dokuchitz (Tom)
Bewertung: Als "Film für's Herz" 5 von 7 Punkten. Der Film macht Spaß, amüsiert, regt das
Gemüt locker flockig an.
GROUPIES FOREVER
In den 60ern waren Suzette und Lavinia als "Banger Sisters" bekannt wie
bunte Hunde in der blühenden Groupie-Szene Kaliforniens. Nun, 30 Jahre
später, hat Lavina (Susan Sarandon) per Hochzeit die feine Gesellschaft
erobert, während Suzette (Goldie Hawn) als Kellnerin in einer
Rockmusik-Kneipe arbeitet. Als Suzette aufgrund von Alkoholproblemen den
Job verliert, beschließt sie, ihre einst beste Freundin im fernen
Phoenix aufzusuchen. Mit ihrer unkomplizierten, offenen Art bringt sie
Lavinas steife Bonzenexistenz ganz schön aus dem Gleichgewicht.
THE RING
Nach dem von mysteriösen Umständen begleiteten Tod ihrer
schulpflichtigen Nichte stößt Reporterin und Solomutter Rachel Keller
(Naomi Watts) auf Gerüchte von einem in Schülerkreisen kursierenden
Video, dessen Genuss einen schaurigen Exitus zur unvermeidlichen Folge
habe. Obgleich überzeugt, einer prototypischen Urban Legend auf der Spur
zu sein, hakt Rachel nach und gerät dabei nach einigen Umwegen
buchstäblich in Teufels Küche.
Das gleichnamige japanische Vorbild dieses Horrorfilms der unblutigen,
aber effektiven Art gilt als Musterbeispiel für Angstchoreografie bzw.
pure Gruselpoesie. Im Gegensatz zu anderen Hollywood-Remakes jüngeren
Datums wird diese Arbeit von Gore Verbinski ("The Mexican") ihrem
Vorbild in nahezu jeder Hinsicht gerecht.
SHIP
Seit 40 Jahren treibt in der einsamen Beringsee das Wrack eines
einstmals stolzen Passagierdampfers, mit dessen Mannschaft und Gästen es
ein böses Ende nahm. Nun interessieren sich Abenteurer für die im Schiff
angeblich verborgenen Goldbarren: Eine vierschrötige Crew von
Schatzsuchern dockt an und nimmt die Eingeweide des Kolosses unter die
Lupe. Leider ist Gold bei weitem nicht das Einzige, was dort auf die
hoffnungsfrohen Ankömmlinge lauert. Ein knappes Jahr nach "13 Geister"
bittet Regisseur Steve Beck wieder zum effektgeladenen Horrortrip, nur
dass diesmal statt des Geisterhauses ein moderner fliegender Holländer
auf Protagonisten und erwartungsfrohe Horrorfans lauert. Gabriel Byrne,
Isaiah Washington und "Emergency Room"-Doktorette Julianna Margulies
sind mit von der Kahnpartie.
DER MANN OHNE (GESICHT?)
Ein unbekannter Mann (Markku Peltola) wird mit schweren Kopfverletzungen
aufgefunden
und kann sich an nichts mehr erinnern. Als alle Versuche zu einer Identitätsbestimmung
scheitern, erfindet sich der Fremde quasi neu, lässt sich in der angrenzenden Hafengegend
nieder und steckt nach und nach all die Ausgestoßenen, Verwahrlosten und Trunkenbolde der
Umgebung mit seiner Energie an. Ein Aki Kaurismäki ("I Hired a Contract Killer") auf der
Höhe seiner Kunst sagt der großen Depression ade mit dieser wunderschönen
Außenseiter-Ballade, die auf dem diesjährigen Festival in Cannes den Großen Preis der Jury
und den Darstellerpreis (für Kati Outinen) gewann.
MANHATTAN LOVE STORY
Marisa Ventura (Jennifer Lopez), allein erziehende Mutter eines
zehnjährigen Sohnes, arbeitet als Zimmermädchen in einer Nobelherberge
in New York und träumt davon, irgendwann ins Management aufzusteigen.
Als sie eines Tages aus einer Laune heraus in die Edelklamotten eines
Gastes schlüpft, stolpert sie geradewegs in die aufnahmebereiten Arme
des ebenso aufstrebenden wie attraktiven Jungpolitikers Chris Marshall
(Ralph Fiennes). Um nicht gefeuert zu werden, gibt sie sich ebenfalls
als Gast aus und lässt sich prompt auf eine riskante Romanze mit dem
Traummann ein... "Pretty Woman" grüßt, wenn Regisseur Wayne Wang die
schöne Jennifer Lopez als Aschenputtel aus der Bronx an der schillernden
Welt der oberen 10.000 schnuppern lässt.
HERR DER RINGE 2 (Die zwei Türme)
******* (exakt 6,5 von 7 Punkten). Denn: Handlung sehr gut, Schauspieler alles in allem
gut angepasst, Choreographie und Drehorte einfach perfekt und ein Genuss,...
Jawoll, in jedem Sinne eine fantastische Erzählung!!! Die Kinostreifen sind alle eine auf
etwa ein Drittel gestraffte Form des gleichnamigen Buch-Bestsellers von J.R.R Tolkien. Dieser
Bestseller (eine Trilogie in vier Bänden) hat drei ganze Generationen in seinen Bann gezogen
hat. Der wohl beste Kunst-Mythos seit es auf der Erde Menschen und Elben zu retten gibt. Aber
hier liegt die Würze in der dreistündigen Kürze. Denn, wer möchte schon 10 Stunden oder mehr
am Stück vor der Leinwand bis zur Ohnmacht cinemasieren? Großartige Landschaften
(Neuseeland), tolle Schauspieler, die selbst Tolkien-Fans sind und ein mutiger Produzent (Peter
Jackson) sorgten für einen klasse Erfolg.
Dieser zweite Teil schließt an den ersten an. Einige noch aufregender umgesetzte Szenen
als im ersten Teil. Wer auch diesen zweiten Teil der Trilogie im Kino verpasst, hat voll
verpennt. Die riesige imposante Landschaft von Mittelerde statt im Kino nur im TV erleben zu
wollen, kommt dem Versuch gleich, einen Elefanten in eine Schuhschachtel zu pressen.
The Green Mile
FSK: fraglich (siehe unten im Text)
****** (genau 6,3)
Das Thema stellt vor allem emotional höchste Ansprüche an Schauspieler, Drehbuch,
Regisseur und
das Publikum. Man kann als Filmteam ja so viel falsch machen, um einen Film zu versauen.
Die etwas
überzogen dargestellte Fähigkeit von John mit seinen heilenden Händen hätte so nicht
unbedingt sein
müssen. Aber nein, um Gottes willen!!! Der Film genügt höchsten Anspüchen. Nur - wer soll
ihn
verkraften?
Mein FSK-Vorschlag FSK=30 Jahre. Alle, die für die Todesstrafe sind: schon ab 18. Eltern
schützt Euere
Kinder vor diesem Film, bis sie reif dazu sind. Der Film ist so ernst wie ds Leben nur sein kann.
Er spielt
in der Hauptsache in der Todeszelle, der "Green Mile", dem Weg zum elektrischen Stuhl.
Zwischen
beherztem Mitleid und ungehemmter Grausamkeit kommen fast alle Gefühlsregungen in
diesem Film vor
Der Allround-Schauspieler Tom Hanks trägt viele Szenen als Wachmann der Green Mile fast
alleine. Aber
auch seine Kollegen gehen in ihren Rollen hervorragend auf. Kein Film für eine ruhige Nacht.
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