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Treffen der Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar
... finden vor allem sonntags statt. Zu unserer Verstärkung suchen wir noch Leute bis 17 Jahre in Leimen, Nußloch, Sandhausen, Walldorf, Schwetzingen, Hockenheim - egal ob totale Anfänger oder erfahrene Sammler. Termine siehe Termine-Link - Anmeldung über Thomas.Hartmann *at* mareno.net (*at* = @). Alle Mitglieder werden nach telefonischer Absprache abgeholt, da die Gruppenstunden meist in Weingarten/Pfalz statt finden. Wir Tauschen, bekommen Marken geschenkt machen spannende, witzige Spiele, Rallyes, Ausflüge nach Wunsch... Mehr über unsere Termine.

Unsere Tauschtage
Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar+BMT. Gemeinsame Tauschtage der Junioren- und Seniorensammler sind an folgenden Sonntagen 9-12 Uhr im Alten Feuerwehrhaus in Sandhausen: Klick!.

 

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PARADISO DESIGN
12.11.2005

Aus der Reihe "Briefmarken"

von Detlev Moratz

Die Sondermarke "100 Jahre Friedensnobelpreis Bertha von Suttner" erschien am 3. November im Nominalwert von 0,55 €. Der Entwurf stammt von Sibylle Haase und Prof. Fritz Haase, Bremen.
Bertha von Suttner wurde am 9. Juni 1843 in Prag geboren. Die Journalistin veröffentlichte 1889 ihren weltberühmten Antikriegsroman "Die Waffen nieder". 1891 gründete sie die "österreichische Gesellschaft für Friedensfreunde" und nahm als Rednerin an Friedenskongressen in ganz Europa teil. Von Suttner erschloss ein für Frauen völlig neues Tätigkeitsfeld: Den organisierten Friedensaktivismus. Sie kämpfte mit Vorträgen gegen den wachsenden Militarismus. Auf ihre Anregung hin richtete der Sprengstofferfinder und Fabrikant, Alfred Nobel, einen Preis für verdiente Friedensakitivisten ein - es entstand der Friedensnobelpreis. Diesen erhielt von Suttner selbst am 10. Dezember 1905 und wurde zu einer der berühmtesten Frauen ihrer Zeit. Sie starb kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 21. Juni 1914 in Wien.

Der Wert zu 1,44 € "100 Jahre Nobelpreis Roben Koch" wurde von Werner Hans Schmidt, Frankfurt/M. entworfen. Robert Koch wurde am 11. Dezember 1843 als drittes von dreizehn Kindern einer Bergmannsfamilie in Clausthal im Harz geboren. Nach dem Studium der Medizin in Göttingen arbeitete er als Krankenhausarzt. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er mit der Erforschung der Krankheit Milzbrand. 1876 gelang es ihm erstmals, Milzbrand künstlich auf Tiere zu übertragen und den Erreger an wieder aus diesen zu isolieren. Damit wies Koch den Zusammenhang zwischen einem Mikroorganismus und einer Infektionskrankheit nach. Ab 1880 arbeitete er am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin. Dort gelang ihm l882 eine Entdeckung, die unzählige Menschenleben retten sollte und seinen Weltruhm begründete. Koch fand den Erreger der Tuberkulose, die als Volksseuche galt. 1884 entdeckte er zudem den Cholera-Erreger. 1891 gründete er in Berlin das "Königlich preußische Institut für Infektionskrankheiten", aus dem das heutige Roben-Koch-Institut hervorging. Mit seinen Arbeiten hat Robert Koch die moderne Medizin entscheidend geprägt. 1905 erhielt er in Anerkennung seiner Entdeckungen auf dem Gebiet der Tuberkulose den Nobelpreis. Er starb am 27. Mai 1910.

Eine neue selbstklebende Sondermarke erschien in einem Markenheftchen zu zehn Stück. Es handelt sich dabei um das Motiv aus dem Block "Preußische Schlösser und Gärten" zu 2,20 €, der am 7. Juli mit der Darstellung des Neuen Palais im Park Sanssouci von Potsdam erschien. Aus Sammlersicht stellt der großformatige Wert wieder eine neue Briefmarke dar, der im Normalfall an den Schallern nur komplett im Heftchen zu 22,00 € zu haben ist. Die Marke im querformatigen Heftchen deckt das Porto für große Briefe zwischen 500 und 1000 Gramm ab.

Kasachstan hat am 14. April erstmals eine Europa-Marke an die Schalter gebracht. Im Rahmen des diesjährigen Themas "Gastronomie" erschien der Wert zu 90 KZT in Bogen zu 20 Stück. Manch Sammler fragt sich, warum Kasachstan, das man zu Asien zählt, Europa-Marken ausgeben kann. Doch betrachtet man den Fluss Ural als Grenze zwischen Europa und Asien liegt Kasachstan mit einem kleinen Teil in Europa. Auch politisch ist das Land in europäische Organisationen eingebunden, z. B. der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, seit 30.01.1992) oder dem Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat (EAPR). Auf postalischer Ebene ist Kasachstan Mitglied der "PostEurop", was erst zur Ausgabe der Marken mit dem geschützten Europa-Schriftzug berechtigt. Diese Mitgliedschaft berechtigt auch zum ermäßigten Tarif für Postsendungen innerhalb Europas.

In Kooperation mit www.briefmarken.org


03.09.2005

Aus der Reihe "Briefmarken"

von Detlev Moratz

Ab dem 8. September warten auf die Sammler sechs neue Deutschland-Briefmarken an den Schallern der Post AG, vier Sonder- und zwei Dauermarken. Während alle Sondermarken jeweils das Briefporto zu 0,55 € abdecken, lauten die Dauermarken auf 0,10 und 0,40 €. Alle Werte wurden in Bogen zu zehn Stück gedruckt. Die Dauermarken wird es aber an normalen Schaltern nur in Rollenform (jede fünfte Marke mit rückseitiger Zählnummer) geben. Die Bogen sind über die Versandstelle und an Philatelieschaltern erhältlich.

Wie bereits zum Tode von Max Schmeling angekündigt erscheint nun die Sondermarke zum 100. Gebunstag. Das Motiv von Irmgard Hesse, München, zeigt zwei Fotos von Schmelmg als aktiver Boxer und in späteren Jahren. Max Schmeling ist bis heute der einzige Deutsche, der Box-Weltmeister aller Klassen war. Er wurde am 28. September 1905 in Klein-Luckow (Uckermark) geboren. Mit 18 Jahren begann er seine Laufbahn als Boxprofi und wurde 1930 Weltmeister im Schwergewicht. In dem bekanntesten Kampf seiner Karriere schlug Schmeling 1936 den bis dahin noch unbesiegten US-Amerikaner Joe Louis nach zwölf Runden K.O. Am 2. Februar starb Max Schmeling in Hollenstedt bei Hamburg.

Die alljährliche Marke "Für uns Kinder" erscheint wieder als einzelner Wert - anfänglich erschien jeweils ein Block. Das Motiv des Hahnes "Sanguinis Dallaforte". das von Kathrin Armbrust, Kassel, stammt, berichtet aus einer Kindergeschichte von Schloss Zumselstein.

Das Motiv der Sondermarke "1200 Jahre Magdeburg" zeigt einen Holzschnitt der Stadt aus der Schedelschen Weltchronik von 1493 aus dem Besitz des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Der Entwurf der Marke stammt von Prof. Heinz Schilllinger, Nürnberg. Als Magadoburg wurde Magdeburg im Jahr 805 erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde Lieblingspfalz des ersten deutschen Kaisers Otto I. (912-973) und katholisches Erzbistum und wandelte sich ab 1524 durch Luthers Einfluss zum Zentrum der Reformation.

Die quadratische Marke "450 Jahre Augsburger Religionsfrieden" wurde von Paul Eifert, Kaarst, entworfen. Martin Luther leitete 1517 mit seiner Kritik an der Katholischen Kirche die Reformation ein, die sich fortan zu einer kirchlichen aber auch politischen Freiheitsbewegung entwickelte. Sie drohte die Einheit der Kirche und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zu spalten. Deshalb rief Kaiser Karl V. zum Reichstag nach Augsburg. Der evangelische Glaube wurde als eigenständige Konfession anerkannt. Fortan sollten auch die Untertanen der jeweiligen Konfession ihres Landesherren angehören.

Die Dauermarke der Serie "Blumen" zu 0,10 € zeigt eine Tulpe. Die Tulpe gehört zur Familie der Liliengewächse und stammt ursprünglich aus Zentralasien. In Deutschland wurde die Tulpe erstmals 1559 in Augsburg erwähnt. Ihren Namen erhielt sie angeblich, weil sie der traditionellen gewickelte n Kopfbedeckung der Osmanen gleicht, dem Turban, der auf türkisch dulbend heißt.

Der zweite Wert zu 0.40 € bildet das Leberblümchen ab. Die Wertstufe kann für den Infobrief bis 20 g und als Ergänzungswert für Briefe bis 50 g von 0,55 auf 0,95 g verwendet werden. Gartenfreunde können sich bereits im März über das Leberblümchen mit seinen hellblauen, weißen oder rosafarbenen Blüten freuen. Es gibt rund zehn Arten dieser Staudenpflanze, die zu den Hahnenfußgewächsen gehört. Ihren Namen erhielt sie wegen der Form ihrer Laubblätter, die an eine Leber erinnern.

In Kooperation mit www.briefmarken.org