Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar in KONSTANZ
"Leben wie die Römer" und viel mehr
Ein Reisebericht von Fenja Scheu, Iris Hofrichter, Melanie-Anna Münch, Simona Gadow und Thomas H.
Zug um Zug
Glück gehabt! Nur zweimal mussten wir Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar in einen anderen Zug umsteigen, und wir waren in Konstanz am Bodensee. Ein sehr vielseitiges Rahmenprogramm, eine Fünf-Sterne-Jugendherberge (*****Juhe), die Jahreshauptversammlung des Landesringes und mehr erwartete uns Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar. Auf der Hinfahrt brach bald Kurzweil aus. Viel "Schiffe versenken" wie später auch in der Jugendherberge ließ die Zeit im Zug wie im Fluge vergehen. Auch andere sehr nette Unterhaltungsformen waren möglich. So hielt sich bei den meisten eisern das Gerücht, dass Thomas im Zug gut geflirtet haben soll. Thomas streitet dies natürlich grundsätzlich ab und meint ergänzend: "Es war wunderschön!"
Bild: Die Region, in der 2,5 Tage lang einige überraschungen auf uns warteten:
Auch Harry Potter war dabei
Treffpunkt für die, die schon freitags in Konstanz ankamen, war ein schnuckeliges Lokal, wo wir sogar Klavier spielen konnten. Auf das Essen wurde viel Hoffnung gesetzt. Mit Pizzas, Bauernsalat und Spaghetti wurden die Erwartungen auch lecker erfüllt. Ganz lange wurde mit Heike und Ann-Katrin Kapprell das Ratespiel "Querdenker" gespielt. Das von unserer ehemaligen Gruppenbegleiterin Marion Bödigheimer eingeführte Spiel konnte für uns fast gar nicht mehr aufhören. Mit Erklärungen wie "ein zauberhafter Junge" musste der Film "Harry Potter" erraten werden. Viele Pflanzen, Begriffe aus der Philatelie, Tiere, Wörter aus der Erdkunde waren besonders gerne gefragt.

10mal 360 Stufen laufen
Am fortgeschrittenen ersten Konstanzer Abend ging es mit dem Bus zur schön außerhalb der Innenstadt gelegenen JuHe. Unsere Zimmer erwarteten uns irgendwo im 6. Oder Siebten Stock in einem ehemaligen riesigen Wasserturm. Die Begeisterung hing davon ab wie fit man sich gerade fühlte. Mit "Scheiß Treppen" und "geil" hielt sich die Begeisterung fßrs Treppenlaufen in Grenzen. Etwa 10mal am Tag hatte jeder von uns mehr als 360 Stufen zurück gelegt. Von einem Aufzug war nichts zu sehen - nostalgisch eben!
Trepp' auf-Trepp' ab ging es mehrmals täglich, da unsere Zimmer im 6. Stock waren, die Gemeinschaftsräume aber im Erd- und Kellergeschoß" - aber es lohnte sich


Ein schöner Rundblick auch auf die Schweiz im Nebel hat die Strapazen auf der Treppe wieder etwas wett gemacht. Sehr viel Billiard wurde vor allem mit Ann-Katrin aus Filderstadt und Sven Müller gespielt. Tischfuüball war ebenso ein Renner bei vielen Landesring-Mitgliedern. Iris lernte - berechtigt stolz - innerhalb kürzester Zeit das edle Spiel mit den Kugeln.
Durch gemacht
Am Samstag durften alle bis über Mitternacht aufbleiben. Thomas hat es zwar bis fast 3 Uhr nachts irgendwie beim Sandhäuser-Speyerer Zimmer unter sich bollern hören, aber seine Jungen Briefmarkenfreunde waren das sicher nicht, weil sicher "ganz brav". Die Mädels: "Wir haben uns in der Nacht nämlich ab 24 Uhr mit der Speyerer Anna - auch Anja genannt - und mit Angelika und dem Backnanger Marten getroffen. Und wir haben alle gelesen, gespielt und gequasselt."
Von Gletschern und nassen Hosen
Es war kühl, aber es war "frisch"-kühl draußen. Die Umgebung um die Juhe bestand zu 60 Prozent aus Bodensee. Der Rest waren Hügel, Felder, ein paar Häuser und überhaupt reizvolle Landschaft. Entfernt über den See geblickt, haben manche Mainau und Meersburg im zarten Nebel erahnt. Auf Glücksreise hatten wir junge "Briefmakenfreunde Sandhausen" zwar erfolglos vierblättrige Kleeblätter unter den vielen Dreiern gesucht. Aber die Wanderung mit Steinesammeln war ergiebig und ließ mit Thomas' Erläuterungen die Entstehung der Landschaft ein bißchen besser verstehen. Schmucke ganz weiße Quarzsteine fanden wir. Steine mit Kratzern, die vom Transport unter einem Eiszeitgletscher stammen, entdeckten wir. Auf wenige zig Meter fand mancher über zehn Gesteinsarten. Ein Mächtiger Gletscher hatte für den Transport in diese Gegend gesorgt, verriet Thomas. Belohnt wurden wir auf unserer Entdeckungstour auch mit "schön" schmutzigen und etwas feuchten Hosen. Aber dafür gibt es ja Heizungen in der Juhe.


Mit der Fähre nach Meersburg
Per Busfahrt fuhren diesmal alle Gruppen im Gelenkbus in die Stadt. Auf der Gelenkplattform in der Mitte des Busses reizte es besonders, "gefährliche" Balanceakte zu üben. Mit der Fähre setzten wir nach dem romantischen, schmucken Meersburg über. Auf dem Außendeck herrschte natürlich eine steife Briese. Kalte Finger und rote Backen waren zu sehen. Die beeindruckende Fahrt auf großer Fähre, die wir fast Titanic-mäßig erlebten, fand jedoch im Stil von "Leonardo ohne Caprio" statt. Und Celin Dion konnte auch keiner singen hören, weil das Schiff "unsingbar" war. Eine wunderschöne Stadt durchstreiften wir, schlenderten Richtung Schloss Meersburg mit seinen prachtvollen Blütenteppichen, banden einen Stadtbummel mit ein, genossen ein gutes Eis, durften am Berg wieder viel Treppenlaufen - Berg hoch und Berg runter. Und wir ließen uns von der Aussicht aufs riesige Schwäbische Meer fesseln.
Foto: Heike und Ann-Katrin Kaprell (li, re) und unsere Fenja (Mitte) auf der Fähre nach Meersburg.
Foto unten: Die Enklave Meersburg - vom Bodensee aus gesehen
Foto: Schön, dass auch die Speyerer mit ihrem Ausflugs-Gruppenleiter und Landesring-Vorsitzender Dittmar Wöhlert dabei waren, hier im nostalgischen Städtchen von Meersburg.
Zurück im Konstanzer Hafen begrüßte uns eine schöne aber sonst unwichtige, na nennen wir es mal... "Freiheitsstatue von Konstanz" (Foto rechts)
Archäologie pur
Zurück im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz ging es auf Zeitreise. Die Einzelheiten der Ausstellung sollen hier nicht erwähnt werden. Selber hinfahren! Ein gläserner Aufzug fand aber auch besonderes Interesse.
Leben wie die Römer
Im Archäologischen Landesmuseum dann die Überraschung: Der Organisator des Wochendes Holger Reichert eröffnete vielen von uns die Möglichkeit römisch zu kochen und - hmmmmmm! - auch zu essen. Iris und Simona kümmerten mit anderen um die ungewöhnliche Nachspeise mit Birnen. Auch Fenja richtete nach ungewöhnlichem Rezept die Hauptspeise "Gurkensalat". Thomas und Mele widmeten sich der Herstellung von sooo lecker gross gebackenem Haselnuss-Honig-Weißbrot.


"Es ist angerichtet":
Es wurde ein traumhaftes Essen, dass für manchen kaum ein Ende finden konnte. Die Rezepte haben wir uns gesichert. Und auf die kann man hier in Phinuminal gespannt warten.
Dem Organisator der Hauptversammlung, des Ausfluges nach Meersburg, in die Stadt Konstanz, ins Museum und einigem mehr - Holger Reichert - gilt auf diesem Wege ein ganz herzliches Dankeschön von den Jungen Briefmarkenfreunden aus Sandhausen, dem sich viele andere sicher gerne anschließen.