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Treffen der Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar
... finden vor allem sonntags statt. Zu unserer Verstärkung suchen wir noch Leute bis 17 Jahre in Leimen, Nußloch, Sandhausen, Walldorf, Schwetzingen, Hockenheim - egal ob totale Anfänger oder erfahrene Sammler. Alle Mitglieder werden nach telefonischer Absprache abgeholt, da die Gruppenstunden meist in Weingarten/Pfalz statt finden. Wir Tauschen, bekommen Marken geschenkt, machen spannende, witzige Spiele, Rallyes, Ausflüge nach Wunsch... Mehr über unsere Termine. Anmeldung über Thomas.Hartmann *at* mareno.net (*at* = @).

Unsere Tauschtage
Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar+BMT. Es finden auch in diesem Jahr gemeinsame Tauschtage der Junioren- und Seniorensammler statt. Sonntags im Alten Feuerwehrhaus in Sandhausen, von 9-12 Uhr treffen wir uns hierzu an folgenden Terminen.

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September 2004

Kritik an der Briefmarkenpolitik der Post

Sabine Geschwill, Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ), besuchte den Großtauschtag in Sandhausen und sprach mit dem Vorstand des Briefmarken- und Münzentauschringes Sandhausen e. V. Joachim Claus und dem Leiter der Jungen Briefmarkenfreunde Sandhausen, Thomas Hartmann

Briefmarken der letzten 150 Jahre, Münzen, die sich zurück in die Zeit vor Christus datieren lassen, eine Vielzahl an echt gelaufenen Briefen, Post- und Ansichtskarten und eine große Werbeschau - das alles bot der große Briefmarken- und Münzen-Großtauschtag des Briefmarken- und Münzentauschrings Sandhausen allen Sammlern und Besuchern. Seit 1979 veranstaltet der Club den Großtauschtag in der Festhalle, informierte Vorsitzender Joachim Claus als Organisator. In den letzten Jahren werde er sogar zweimal im Jahr und in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen „Coin and Stamp Club Heidelberg" und dessen Vorsitzenden Igor Huryk veranstaltet. Bis zu 300 Sammlerfreunde hatten sich den Tag über in der Halle eingefunden, um zu tauschen und um neue Objekte für ihre Sammlungen zu ergattern.

Jedem sein liebstes Sammelgebiet
„Da hat jeder sein ganz besonderes Sammelgebiet", informierte Claus. Bei den echt gelaufenen Briefen und Postkarten unterteilten sich die Sammelbereiche in verschiedene Portostufen und Zeiträume, Motive und Werbestempel.

Deutsche Orts-Stempel immer rarer
Durch die großen Briefzentren und Sortieranlagen mit ihren anonymen Stempeln, bei denen Zahlen die Brief verteilstation angeben, werde es heute immer schwieriger, Briefe mit einem Motiv- oder Städtenamenstempel zu bekommen.

Noch im Banne des Euro-Währungswechsels
Bei den Münzen seien Euro-Startersets und Jahrgangsmünzkassetten der verschiedenen Teilnehmerländer gefragt. Hoch im Kurs stünden die Euros aus San Marino und dem Vatikan, wusste Joachim Claus. Für einen Münzsatz müsse man derzeit rund 800 Euro berappen. Ein Geschäft machen könne jeder, der noch alte D-Mark-Scheine besitze. „Sie können übernominal getauscht werden, weil fast jeder bei der Einführung des Euro seine D-Mark-Scheine umgetauscht und allenfalls das Münzgeld zur Erinnerung aufgehoben hat", erklärte Claus. Für einen gut erhaltenen 20-Mark-Schein bekäme man heute rund 15 Euro geboten.

Sorgenkind "Deutsche Briefmarke" - Jugend hier in Nöten
Im Bereich der Philatelie sei die Sammeleuphorie insbesondere bei der Jugend nicht mehr so stark ausgeprägt wie früher, so Thomas Hartmann. „Das Briefmarkensammeln wird für die Jugend heute zu teuer." Hartmann machte dies an der hohen Ausschüttung an Erstausgaben pro Jahr durch die Post fest. Zudem zeigten sich die Motive wenig ansprechend, so der Jugendvertreter „Das macht die Philatelie kaputt." Gerade Neuerscheinungen sollten durch pfiffige Motive auffallen und ansprechen und für die Jugend erschwinglich bleiben. Künstlerisch abgewandelte Sportmotive beispielsweise seien weniger gefragt als realistische, erklärte Claus hierzu. Zudem seien viele der auf den Marken verewigten Persönlichkeiten jüngeren wie älteren Sammlern völlig unbekannt. Wenn erst ein Lexikon Aufschluss über die abgebildete Person bringe, fehlten jegliche Identifikation mit dem Motiv und die Sammelmotivation, erklärte Claus in Übereinstimmung mit Hartmann. Früher seien unter den wenigen gesuchten Ausgaben die Länderserie mit den verschiedenen Landeswappen und Umrissen des entsprechenden Landes bei Sammlern jeden Alters begehrt gewesen.

Bild: Fünf der begehrten "Länder-Marken"
An diesem Beispiel gelte es, anzuknüpfen und bei den Neuausgaben auch die Wünsche der Sammler zu berücksichtigen.

Nachwuchs im Mittelpunkt
Selbstverständlich war beim Großtauschtag auch die Sandhäuser Philatelie-Jugend mit ihrem Leiter Thomas Hartmann mit einem Stand vertreten. Zeitgleich mit dem Großtauschtag trafen sich Gruppenleiter und der Vorstand des Landesrings Süd-West e. V. in Sandhausen zum Regionaltreffen, um unter der Leitung von Regionalvertreter Alfred Nohe Erfahrungen und Information auszutauschen.