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Vögel hautnah und unheimliche Nüsse
-Chinesischer Garten und Leckeres im Teehaus-
Ein Ausflug unserer Großtauschtag-Helfer
Es war ein herrlicher Ausflug, den drei von den Briefmarkenfreunden Rhein-Neckar in die Parklandschaft des Mannheimer Luisenparks unternahmen. Man hatte sich dieses gemeinsame kleine Abeteuer mit der Arbeit, die zum Großtauschtag 2004 anfiel und getätigt wurde auch redlich verdient. Schade für die Helfer (9-16 Jahre), die aus veschiedenen Gründen nicht mitkommen konnten an diesem Sandhäuser Kerwe-Sonntag. Obwohl man doch in den Gruppenstunden zu acht einstimmig beschlossen hatte, dass es dann und dahin geht. |
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Mit der Eisenbahn und der Mannemer Bembl (Für Außergewerddische: kurpfälzisch "Bembl", "Eleggdrischi" = Straßenbahn) fuhren die Briefmarkenfreunde Rhein-Neckar los. Angekommen im Luisenpark stellten sich die jungen Briefmarkenfreunde erst mal zum Gruppenfoto auf. Mit Jacke und ohne Jacke - wie es jedem für sich beliebt. Während das stahlharte Fräulein sich gänzlich für Adams Kostüm entschied, wird uns auch offensichtlich, dass sie mit ihren Blicken von Raffael nicht mehr ablies. Raffael konnte es kaum fassen und schaute entsprechend verdutzt. |
Fotos unten, von links nach rechts: Wegbegleiter waren zwischen seltenen Bäumen, Sträuchern und Stauden und Blümchen dann die heimische Stockente ( Anas platyrhynchos ) verheiratet mit einem Stockerpel, aus dem mittelasiatischen Hochland stammende Streifengänse ( Anser indicus ) und ein neugieriger netter Höckerschwan ( Cygnus olor ). Ja, die waren so nett, dass wir sie ungefragt sofort fotografieren durften. |
Etwas unfriedlicher zeigte sich allerdings dann noch das knapp 40 Zentimeter lange Bläßhuhn ( Fulica atra - Foto rechts). Zwei großen unbestimmbaren Libellen (siehe auch Großaufnahme ganz rechts) wurde der scheinbar fresswütige Wasservogel bei der Paarung ziemlich aufdringlich. Den Ausgang dieses Natur-Thrillers sahen wir jedoch nicht. Wir gingen unseres Weges weiter zum berühmten Chinesichen Teehaus.
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  | Nicht nur als Heimatbotaniker ist man fasziniert und lässt sich vom gelb-schwarzen Herbstkleid einer bizarr verästelten Amerikanischen Gleditschie ( Gleditsia triacanthos ) hinreisen. Ebenso gefiederte aber deutlich kleinere Blätter als die Robinie hat sie; sie ist wie viele der Robinien mit kräftigen Zentimeter langen Dornen bewehrt. Aber die Gleditschie bildet an ihrer dunklen Rinde typische ganze Büschel mit Jungtrieben aus, was ihr den Deutschen Namen Dornkronenbaum verlieh (Foto links). Dieses stachelig-wuselige Schauspiel ließ den Fotografen sofort sich zu einem Blick-nach-oben-Bild hinreißen. |
Überraschung am See: Raffael und Yoska finden unter der Gleditschie eine Walnuss ( Nux Juglans regia ), die drei Enden hat! - Ja leider nicht auf Foto fest gehalten, aber wahr. Den zwei Ungläubigen musste dann Thomas beweisen, dass es eine echte harte Nuss besagter Art ist. Aufgeschlagen, den Kern kurz begutachtet gings lecker weiter halswärts (Foto rechts: Thomas in, so meinte Raffael, primatenartiger Beschau-Körperhaltung. Danke für die aufschlussreiche Bemerkung, Raffael!). |  |
Potzblitz, was ist das?
 | Ein Engel nach einem Atomunfall? Eine Muschel aus dem Reißwolf? Weit gefehlt: Es ist eine aus Donaukalkstein gefertigte Bildauerarbeit des ungarischen Künstlers Laszlo Szabo (1917-1984). -Sonnengott II- nannte er dieses Werk, das er in den Jahren 1968-1973 bearbeitete. Mancher findet es durchaus ästhetisch und eindrucksvoll erscheinend. |
| Wunderschöne fotogene Kanadagänse ( Branta canadensis ). Aus Nordamerika eingeführt, brüten diese Vögel inzwischen auch in Europa an allen Gewässertypen. |  |
 | Foto rechts: Eine Weißwangengans ( Branta leucopsis ). Sie ist arktischer Herkunft, kommt auch in Ostseeregionen vor und Überwintert auch in Nordwesteuropäischen Regionen. Mit bis zu 70 Zentimeter Körperlänge ist sie noch deutlich kleiner als die Kanadagans. |
Am Ziel!
Das junge Chinesische Teehaus in seiner imposanten Erscheinung ist erreicht. Es ist ein wirklich grandioser Anblick. Offenbar hat es sich gelohnt, dieses Haus mit einer finanziellen Erbschaft mit Hilfe waschechter Chinesen zu bauen. Gegen 15 Uhr waren alle Plätze belegt.
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Die Außenanlagen gärtnerisch traumhaft, mit bizarren Natur-Steingruppen, Höhle, Teich und hohem Wasserfall, ergreifen angenehm unser Gemüt. Eine uns fremde Besucherin prabbelt, gerade habe sie einen der Haie im Teich gesehen. Die Fische auf den Fotos unten sind allerdings keine Haie sondern japanische Karpfenfisch-Züchtungen und deren Kreuzungen. Aber hier Haie? Hmm? Egal. Wir wollen ja hier nicht baden sondern einen echten Chinatee trinken. Und der, den wir aus einer Riesen-Auswahl herauspickten, schmeckte - auf chinesische Weise getrunken - echt gut. Mit Kokos gefüllter chinesischer Kuchen und mit einem weißen Mehl (vermutlich Reismehl) aufgebackene Erdnüsse sind dabei so sättigend, dass wir nur so staunen. Der Kokoskuchen war nicht größer als 55g. Die Erdnüsse: etwa 70 Stück, die wir zu dritt fast ganz aufaßen. Fast ganz heißt: wir wissen nat&uum;rlich um die chinesische Sitte, bei voller Zufriedenheit immer etwas auf dem Teller übrig zu lassen. Dito - es hat schließlich echt gut geschmeckt und gereicht. Der Besuch im Luisenpark hat sich echt gelohnt. |
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